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Überleben bei der Vendée Globe : „Ich spreche, also bin ich“

  • -Aktualisiert am

Balancieren an Deck, da fühlt er sich leicht: Boris Herrmann bei einer vergleichsweise gemütlichen Trainingsfahrt im September vor dem Start zur Vendée Globe Bild: Jean-Marie LIOT / Malizia

Boris Herrmann ist der einzige deutsche Teilnehmer der Vendée Globe. Hier beschreibt er die Überlebenstricks, die ständige Müdigkeit und die Überwindung seiner Höhenangst beim Mastklettern im Sturm.

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          Wenn ich ein Motto für meine bisherige Reise finden müsste, dann wäre es: Der Schmerz geht, aber der Stolz bleibt. Natürlich hatte ich nie die Intention, nur aus Spaß und Freude allein um die Welt zu segeln und aus der Vendée Globe eine Genussfahrt zu machen, sie ist und bleibt ein Rennen. Ich hätte aber nie gedacht, dass es so hart wird. Ein paar Momente mehr, in denen es richtig gut läuft und ich die Regatta genießen kann, wären schön gewesen. Dass es nicht so gekommen ist, liegt zum Teil an den extremen Wetterbedingungen. Besonders im südlichen Indischen Ozean haben wir einige schwere Stürme erlebt. Aber es liegt auch an den modernen Yachten, die heute viel anspruchsvoller zu segeln, schneller und anfälliger sind, als das noch vor zehn Jahren der Fall war.

          Normalerweise fühle ich mich auch leichter, wenn ich an Bord und auf See bin. Ich habe schon in der Vergangenheit Schwierigkeiten erlebt und bei Rennen mit Problemen zu kämpfen gehabt. Bei einer Regatta ist mir zum Beispiel die Mastschiene gebrochen. Aber das ist etwas ganz anderes, wenn du mit deinem Boot „nur“ 700 oder 1000 Seemeilen von der Küste entfernt bist – und das auch noch in einem Rennen, das fast niemanden interessiert.

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