https://www.faz.net/-gtl-abmo7

Zwei große Projekte : Die neuen Segel-Pläne des Boris Herrmann

  • Aktualisiert am

„Wir sind sehr glücklich, dass wir solide aufgestellt in die Zukunft segeln und über Jahre planen können“: Boris Herrmann Bild: dpa

Bei der Solo-Regatta Vendée Globe kämpfte Boris Herrmann um den Sieg – bis er mit einem Fischkutter kollidierte. Rund drei Monate danach stellt der deutsche Segler seine nächsten großen Projekte vor.

          1 Min.

          Etwas mehr als drei Monate nach der Zieldurchfahrt bei seiner Vendée-Globe-Premiere hat der Hamburger Weltumsegler Boris Herrmann zwei neue Projekte angekündigt. „Wir werden am The Ocean Race 2022/23 und an der Vendée Globe 2024/25 teilnehmen“, sagte der 39-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. „Wir sind sehr glücklich, dass wir solide aufgestellt in die Zukunft segeln und über Jahre planen können.“

          Bei der Solo-Regatta Vendée Globe hatte Herrmann im Februar Platz fünf belegt. Bis zum Schluss kämpfte er um den Sieg, am Ende reichte es nach über 80 Tagen allein auf dem Meer nicht ganz. Kurz vor dem Ziel war er mit einem spanischen Fischkutter kollidiert und hatte damit alle Chancen auf eine bessere Platzierung eingebüßt. Das Ocean Race sei eine „perfekte Vorbereitung“ auf die Vendée Globe, sagte Herrmann.

          Beim Ocean Race besteht jede Crew aus vier Personen, darunter muss mindestens eine Frau sein. „Das ist unser nächster Fokus“, sagte Herrmann. „Schon als Kind habe ich die Rennen verfolgt.“ Das Ocean Race wurde erstmals 1973 durchgeführt, zunächst alle vier Jahre. Seit 2006 wird in Etappen alle drei Jahre um die Welt gesegelt. Traditionell führt die Route durch den Atlantik, danach wird Afrika am Kap der Guten Hoffnung umrundet, dann geht es durch den Indischen Ozean über den Südpazifik und rund um Kap Horn nach Süd- und Nordamerika und wieder zurück nach Europa.

          Das neue Boot für seine beiden Projekte ist bereits in Frankreich in Arbeit und soll im Juni 2022 fertiggestellt werden. Organisationszentrale des Teams Malizia bleibt Hamburg, die technische Teambasis Lorient in der französischen Bretagne und der Heimatverein der Yacht Club de Monaco. Herrmann stellte seine Pläne am Mittwochnachmittag in einer Online-Medienrunde vor.

          Sieben Unternehmen bilden die neue Partner-Familie, die Deutschlands bekanntestem Seesegler die laut eigener Aussage „gut finanzierte“ Fünf-Jahres-Kampagne unter deutscher Flagge ermöglichen. Außer dem Yacht Club de Monaco, der EFG Bank, Kühne + Nagel, MSC und Hapag Lloyd unterstützen künftig auch die Zürich Gruppe Deutschland und Schütz Composites das Team.

          „Alle Partner unterstützen unseren Slogan: A Race we must win – ein Rennen, das wir gewinnen müssen“, sagte er. Damit sind sowohl Herrmanns Bemühungen im Kampf um die Gesundheit der Meere als auch sportliche Ziele gemeint: „Wir wollen alles dafür tun, um in beiden Rennen um den Sieg kämpfen zu können.“

          Weitere Themen

          Oranje strahlt schon wieder

          EM-Prognose : Oranje strahlt schon wieder

          Weiter geht’s bei der EM. In der Prognose für die Spiele am Donnerstag gibt es drei Favoriten. Dabei könnten sich die Niederländer schon fürs Achtelfinale qualifizieren. Auch Belgien hat gute Chancen.

          Topmeldungen

          In einem mobilen Impfzentrum im sächsischen Markkleeberg lässt sich eine Bürgerin am 10. Mai 2021 gegen Covid-19 impfen.

          Repräsentative Studie : Was die Sachsen über Corona denken

          Ist Sachsen ein Land der „Querdenker“? Ja und nein, ergab eine repräsentative Studie. Besonders weit gehen die Meinungen bei Leuten auseinander, die selbst eine Corona-Erkrankung durchgemacht haben.
          Ein Containerschiff läuft aus dem Hafen von Yantian aus

          Hafen von Yantian : Mega-Stau lähmt den Welthandel

          Unternehmen warten jetzt schon wochenlang auf Waren. Nun droht ein noch größerer Engpass als nach dem Stillstand im Suezkanal: Der Verkehr im Containerhafen Yantian in Shenzhen ist zur Hälfte lahmgelegt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.