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Ende beim Tennis-Bund : Die Spuren des Boris Becker

Boris Becker verlässt den Deutschen Tennis Bund nach drei Jahren wieder. Bild: dpa

Die Zusammenarbeit von Boris Becker und dem Deutschen Tennis Bund endet. Das ist ein Verlust für beide Seiten. Becker hat wieder vermehrt Sorgen abseits des Sports. Trotzdem ist die Situation anders als vor dem Engagement.

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          Zu seiner Inthronisierung als Chef des deutschen Männertennis kam Boris Becker vor drei Jahren an Krücken. Eine Operation am rechten Sprunggelenk, die körperliche Spätfolge seiner Karriere. Becker zahlt heute den Preis für seine aufopferungsvolle Spielweise von damals. Wer wollte, konnte im humpelnden Gang des ikonenhaften deutschen Sport-Heroen aber auch eine gewisse Symbolik erkennen. Hier kam ein Mann, bei dem nach dem Ende seiner ruhmreichen Karriere wahrlich nicht jeder Schritt gesessen hatte. Der von den Sportseiten in die Klatschspalten gerutscht war. Und der dabei war, sich zurückzukämpfen.

          Der Plenarsaal im Frankfurter Römer war damals zum Bersten gefüllt. 16 Kamerateams, zwei Dutzend Fotografen, rund 100 Journalisten. Der Name Becker zieht eben in Deutschland noch immer. Für den Deutschen Tennis Bund (DTB), der eine solche Aufmerksamkeit längst nicht mehr gewohnt ist, war es deshalb ein Geschenk, dass sich Becker nach Jahren auf Distanz wieder für eine Tätigkeit hatte gewinnen lassen. Eine neue Position hatte der Verband eigens dafür geschaffen. Den Head of Men’s Tennis, den Kopf des deutschen Männertennis also. Eine Art Gesamtverantwortlicher für den Herrenbereich mit einer Mischung aus repräsentativen und strategischen Aufgaben.

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