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Borge/Sude im Beachvolleyball : „Es war eine geile Teamleistung“

Julia Sude (links) und Karla Borger mit Medaillen Bild: FIVB

Fünf Siege und nur eine Niederlage gegen das Team von „Mrs. Beachvolleyball“: Für Karla Borger und Julia Sude lohnt sich der Zwischenstopp am Indischen Ozean beim Turnier in Kuala Lumpur.

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          Eine steife Brise, die die Fahnen der teilnehmenden Nationen am Tribünenrand kräftig flattern ließ – aber auch manchen Ballwechsel unberechenbar beeinflusste. Dazu Temperaturen um die 35 Grad im nicht vorhandenen Schatten auf einem Centercourt, der nur wenige Schritte entfernt vom Indischen Ozean am Strand platziert war. Urlaubsfeeling am Saujana Beach in Port Jackson, südlich von Kuala Lumpur in Malaysia. Doch auch hochwertiger Sport beim Drei-Sterne-Turnier der World Tour im Beachvolleyball.

          Die deutschen Nationalspielerinnen Karla Borger und Julia Sude hatten auf dem Rückweg vom Vier-Sterne-Turnier in Xiamen (China) nach Deutschland, wo sie am kommenden Wochenende beim nationalen Beachauftakt in Münster spielen werden, einen Zwischenstopp eingelegt. Sie wollten weitere gemeinsame Spielpraxis sammeln. „Wir sind on Fire“, sagte Karla Borger. Und der Ausflug sollte sich für das neu zusammengestellte Nationalteam lohnen.

          Gute Zusammenarbeit

          Nach einem hart umkämpften 2:0-Erfolg (23:21, 21:19) im Spiel um Platz drei gegen die Spanierinnen Paula Soria Gutierrez/Maria Carro gewann das Team aus Stuttgart seine erste gemeinsame Medaille auf der Worldtour. „Es war eine geile Teamleistung bei uns“, meinte Karla Borger. „Durch eine wirklich gute Zusammenarbeit auf dem Feld hat es in dem engen Spiel geklappt“, ergänzte Julia Sude.

          Insgesamt gewannen Borger/Sude fünf ihrer sechs Spiele in Malaysia. Nur im Halbfinale mussten sie sich der Überlegenheit der erfolgreichsten Spielerin der Beachvolleyball-Geschichte beugen: Kerri Walsh Jennings, Olympiasiegerin 2004, 2008 und 2012 sowie Weltmeisterin 2003, 2005 und 2007, agiert auch mit mittlerweile 40 Jahren und als dreifache Mutter noch überragend am Netz.

          Gemeinsam mit ihrer aktuellen Spielpartnerin Brooke Sweat gewann die Amerikanerin mit 2:0 (21:12, 21:18) gegen Borger/Sude. „Im ersten Satz hat sich doch die Reichhöhe von Kerri bemerkbar gemacht, die war da echt übermächtig“, analysierte Burkhard Sude, Teammanager von Borger/Sude und Vater von Julia Sude. „Im zweiten Satz sah es besser aus, nachdem wir taktisch umgestellt haben. Aber leider haben wir uns etwas unter Wert verkauft.“  Das Turnier gewannen letztlich die an Nummer 1 gesetzten Tschechinnen Barbora Hermannová und Marketa Sukova dank eines 2:1-Erfolgs (24:26, 22:20, 15:12) im Finale gegen Sweat/Walsh. 

          Borger/Sude gewannen neben der Bronzemedaille 480 Punkte für die Weltrangliste. Victoria Bieneck und Isabel Schneider belegten als zweitbestes deutsches Team den fünften Rang, während Laura Ludwig und Margareta Kozuch mit Rang neun zufrieden sein musste.

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