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Ein Mann im Synchronschwimmen : Die erstaunliche Karriere des Bill May

  • -Aktualisiert am

Die WM in Kasan 2015: Bill May (unten) und Kristina Lum-Underwood Bild: Reuters

Bill May ist der beste Synchronschwimmer der Welt. Doch seine Sportart bleibt die einzige olympische, an der nur ein Geschlecht teilnehmen darf. Sein Kampf um die Spiele scheint verloren – oder doch nicht?

          7 Min.

          Eigentlich hat der Synchronschwimmer Bill May vor diesem 26. Juli 2015 in Kasan mit allem gerechnet: Er hat damit gerechnet, aus dem Rhythmus zu geraten und seine Karriere mit einer der schlechtesten Leistungen seines Lebens zu beenden. Er hat mit kleinen Fehlern gerechnet und mit großen, er hat sogar damit gerechnet, bewusstlos zu werden und vor aller Augen zu ertrinken. Doch mit einem hat er nicht gerechnet: dass ihm seine Partnerin gleich zu Beginn das Auge blutig stechen würde.

          Zunächst verläuft alles nach Plan. May, in oranger Speedo, macht am Beckenrand einige Flic-Flacs, springt dann durch einen Kreis – den seine Partnerin Christina Jones bildet, indem sie ihren linken Fuß auf Schulterhöhe anhebt und mit ihrer linken Hand umfasst – kopfüber ins Becken. Jones folgt ihm, die Fernsehkameras nehmen auf, wie ihr Körper Meter um Meter durchs Wasser gleitet – bis sie mit einem ihrer Finger den wartenden May ins Auge sticht. „Ich habe es direkt gespürt“, sagt May heute, fast fünf Jahre später: „Der Schmerz war ziemlich heftig.“

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