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Biathlon : Groß hört auf – Greis fängt an

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Seine Sternstunden erlebte er 2006: Michael Greis wurde in Sestriere drei Mal Olympiasieger Bild: dpa

Trainerwechsel im Biathlon: Michael Greis soll die Amerikaner fit für Peking 2022 machen. Sein einstiger Goldstaffel-Kollege Ricco Groß hört definitiv in Russland auf.

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          Michael Greis wird neuer Cheftrainer der amerikanischen Biathleten. Das bestätigte der dreimalige Olympiasieger am Montag gegenüber Spiegel Online. „Nach dem Ende meiner Tätigkeit in der Schweiz beginnt jetzt für mich ein neuer Abschnitt“, sagte Greis. „Ich werde Cheftrainer der US-Männer. Heute trete ich meinen Dienst an. Ich freue mich sehr auf die Aufgabe und die neue Herausforderung.“ Nach Angaben des Online-Portals flog Greis noch am Montag von München in die Vereinigten Staaten. Eine Bestätigung der Personalie des amerikanischen Verbands gab es zunächst noch nicht.

          Seine Sternstunde als Aktiver hatte der mittlerweile 41 Jahre alte Greis bei den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin, als er drei Goldmedaillen holte. Der aus Nesselwang im Allgäu stammende Sportler gewann im Winter 2006/2007 zudem den Gesamtweltcup. Der dreimalige Weltmeister trat im Dezember 2012 von seiner aktiven Laufbahn zurück. Danach begann er ein Studium Internationales Management an der Fachhochschule Ansbach. 2016 übernahm er den Posten als Cheftrainer am Bundesstützpunkt Ostschweiz in Lenzerheide. Nach seinem dortigen Rücktritt zum Ende der abgelaufenen Saison galt er auch als Kandidat auf einen Trainerposten im Deutschen Skiverband. In den Vereinigten Staaten soll er am Stützpunkt in Lake Placid eine junge Mannschaft für die Winterspiele 2022 in Peking formen.

          Groß hört in Russland auf

          Sportdirektor des amerikanischen Verbands ist seit einem Jahrzehnt Bernd Eisenbichler. Der Münchner präparierte früher als Techniker die Skier des viermaligen Olympiasiegers und neunmaligen Weltmeisters Ricco Groß, mit dem Greis 2006 in Turin gemeinsam auch Staffel-Gold gewann.

          Groß gab ebenfalls an diesem Montag offiziell bekannt, dass er nach drei Jahren seine Arbeit als Cheftrainer der russischen Biathleten beendet. Er habe in der Zeit viel gelernt und danke dem Verband für das Vertrauen. „Nun aber schaue ich nach vorne und sehe spannenden Zeiten entgegen“, sagte Groß in einer von seinem Management verbreiteten Stellungnahme. „Es war eine interessante, ereignisreiche Zeit. Sie war nicht unerfolgreich und doch mit dem Schlusspunkt Olympische Spiele und deren unschönen Begleiterscheinungen unbefriedigend.“

          Abenteuer Russland beendet: Ricco Groß

          Der Sachse Groß war seit 2015 für das Männer-Team um Russlands Top-Skijäger Anton Schipulin verantwortlich. Bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang waren die Russen wegen des Staatsdoping-Skandals nur mit einem Mini-Aufgebot am Start gewesen. Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, dass der 47-Jährige in Österreich Nachfolger von Coach Reinhard Gösweiner werden soll.

          Groß wird ab 1. Mai vertragsfrei sein, er äußerte sich zunächst nicht konkret zu seiner Zukunft. „Ich habe interessante Anfragen und werde zeitnah eine Entscheidung über meine künftige Aufgabe treffen“, so der Wahl-Ruhpoldinger.

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