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Laureus Award : Im Abendkleid und Sneakers zum Sport-Oscar

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Große Freude bei Jan Frodeno: Der Triathlet gewinnt den Award in der Kategorie „Actionsportler des Jahres“. Bild: AP

Beim Laureus Award in Berlin sind die Tennis-Spieler Novak Djokovic und Serena Williams als Sportler des Jahres geehrt worden. Für sein Lebenswerk wurde Niki Lauda ausgezeichnet, aber auch ein deutscher Sportler konnte sich freuen.

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          Roter Teppich für die Stars, große Ehre für Jan Frodeno: Der Hawaii-Sieger aus Saarbrücken ist am Montag bei einer großen Glamour Gala in Berlin mit der Laureus Award als „Actionsportler des Jahres“ ausgezeichnet worden. „Wahnsinn. Das ist der wichtigste Preis, den ich je erhalten habe“, sagte der 34-Jährige, der als erster Triathlet sowohl Ironman-Weltmeister als auch Olympiasieger wurde.

          „Das ist auch insgesamt für meinen Sport schön, als neue, junge und moderne Sportart anerkannt zu werden“, fügte er hinzu und kündigte eine „entspannte Feier in der Nacht an. Aber an der Bar werde ich keine Weltrekorde brechen, da werden die Rugby-Jungs aus Neuseeland ganz vorn sein“, meinte er.

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          Die Übergabe der Laureus Auszeichnung erfolgte durch Boris Becker, der als eines der über 50 Mitglieder der Laureus Academy auch zur Jury gehörte. Der Laureus Award ist der einzige Preis weltweit, mit dem in verschiedenen Kategorien die besten Sportler des jeweiligen Vorjahres geehrt werden.

          Als „Sportler des Jahres“ wurden zwei Tennis-Stars geehrt. Beckers Schützling Novak Djokovic dominierte zum zweiten Mal in Serie. Die Amerikanerin Serena Williams schloss mit ihrer vierten Laureus-Ehrung zu Rekordhalter Roger Federer aus der Schweiz auf. „Novak hatte ein fantastisches Jahr. Er gewann drei der vier Grand-Slam-Turniere und sieben weitere Turniere. Es gibt nur wenige Sportler, die sich über so eine erfolgreiche Saison freuen dürfen“, würdigte Becker den Serben, der unter anderen Weltfußballer Lionel Messi vom FC Barcelona und Sprint-Weltrekordler Usain Bolt hinter sich ließ.

          Gleich zwei Ehrungen gingen an die „All Blacks“, das Team von Rugby-Weltmeister Neusseeland. Sie wurden durch Fußball-Bundestrainer Joachim Löw als „Mannschaft des Jahres“, ihr Star Dan Carter für das „Comeback des Jahres“ ausgezeichnet. Das gleichfalls nominierte Formel-1-Team von Mercedes mit Weltmeister Lewis Hamilton und Nico Rosberg ging hingegen diesmal leer aus.

          Launig moderiert wurde die Show auf dem Berliner Messegelände von Hollywoodstar Bill Murray, der gleich zum Auftakt der Glamour-Show in einer Lederhose auftrat. Ausgerollt war der Rote Teppich für hunderte Sportstars, Künstler und Repräsentanten aus der Wirtschaft. Die meisten Gäste trugen bei der Gala sportliche Sneakers zu Abendkleid oder Smoking, um so auf die Förderung benachteiligter Kinder aufmerksam zu machen. In den zurückliegenden 16 Jahren waren über die Laureus-Stiftungen mehr als 100 Millionen Euro in rund 150 soziale Projekte geflossen.

          Weitere Ehrungen durften der Golfer Jordan Spieth für den „Durchbruch des Jahres“, der paralympische Schwimmer Daniel Dias aus Brasilien als „Behindertensportler des Jahres“ und der dreimalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda aus Österreich für sein Lebenswerk entgegennehmen. Posthum wurde der im März gestorbenen niederländischen Fußball-Legende Johan Cruyff gedacht, die Ehrung nahm unter Tränen sein Sohn Jordi entgegen.

          Da es sich auch bei der 17. Auflage der Verleihung seit 2000 nicht um einen Präsenzpreis handelt, dankten einige Sieger nur via Video-Botschaft. Gewählt wurden die Gewinner in geheimer Abstimmung von einer Jury, der über 50 prominente Mitglieder der Laureus Academy angehören. In Katarina Witt, Boris Becker, Franz Beckenbauer und Neu-Mitglied Maria Höfl-Riesch gehören nun vier Deutsche dem Gremium an.

          Die Preisträger der Laureus World Sports Awards 2016

          Sportler des Jahres - Novak Djokovic (Serbien/Tennis)
          Sportlerin des Jahres - Serena Williams (USA/Tennis)
          Mannschaft des Jahres - „All Blacks“ (Neuseeland/Rugby)
          Durchbruch des Jahres - Jordan Spieth (USA/Golf)
          Behindertensportler des Jahres: Daniel Dias (Brasilien/Schwimmen)
          Comeback des Jahres - Dan Carter (Neuseeland/Rugby)
          Actionsportler des Jahres - Jan Frodeno (Saarbrücken/Triathlon)
          Lebenswerk - Niki Lauda (Österreich/Formel 1)
          Posthum-Ehrung - Johan Cruyff (Niederlande/Fußball)

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