https://www.faz.net/-gtl-9j3vg

Dubai-Marathon : Spektakel zum halben Preis

Die Kenianerin Ruth Chepngetich gewinnt den Dubai-Marathon – und hat sich längst in der Weltspitze etabliert. Bild: AFP

Trotz Hitze und halbiertem Teilnehmerfeld kommt es beim Dubai-Marathon zu Weltklasse-Zeiten. Bei den Männern überrascht ein Debütant. Die Kenianerin Ruth Chepngetich macht sich sogar zur drittschnellsten Frau der Welt.

          1 Min.

          Marathon-Weltklasse zum halben Preis: Dubai hat die Prämien seines jährlichen Laufes zwar halbiert. Doch die Teilnehmer ließen sich davon am Freitagmorgen nicht beeindrucken. Der äthiopische Debütant Getaneh Molla war kurz nach acht Uhr im Ziel, eine Stunde nach Sonnenaufgang, und verdiente mit dem Sieg in 2:03:34 Stunden, dem sechstschnellsten Marathon der Leichtathletik-Geschichte, 100.000 Dollar. So schnell war noch niemand seinen ersten Marathon gelaufen. Herpassa Negasa brauchte sechs Sekunden länger und wurde dafür mit 40.000 Dollar und Rang acht unter den schnellsten Marathonläufern der Welt belohnt. Die bislang namenlosen Renner verdrängen ihren großen Landsmann Haile Gebreselassie aus den Top Ten; der Äthiopier steht mit seinen 2:03:59 von Berlin 2008, dem ersten Marathon in weniger als 124 Minuten, seinem zweiten Weltrekord auf dieser Distanz, jetzt auf Platz elf der Bestenliste. Im vergangenen Jahr lief allein der Kenianer Eliud Kipchoge bei seinem Weltrekord von 2:01:39 Stunden in Berlin schneller als die beiden nun.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Der Sieg von Ruth Chepngetich in 2:17:07 Stunden, ebenfalls mit 100.000 Dollar honoriert, erscheint noch spektakulärer. Die Kenianerin hat sich als drittschnellste Marathonläuferin der Geschichte etabliert. Ruth Chepngetich hatte erst im November beim Gewinn des Istanbul-Marathons ihre Bestzeit um vier Minuten auf 2:18:35 Stunden verbessert. Nun lief sie weitere anderthalb Minuten schneller. Die Äthiopierin Worknesh Degefa, Siegerin in Dubai vor zwei Jahren, als es noch 200.000 Dollar Prämie gab, war nach 2:17:41 Minuten im Ziel – der viertbesten Zeit der Geschichte.

          Das Emirat hat sich mit dem höchsten Preisgeld der Leichtathletik-Welt etabliert, 2000 noch eine Million Dollar, die steuerfrei ausgezahlt wurden. Antrittsgeld, wie sie namhafte Läufer woanders erhalten, gibt es nicht am Golf. Aus Protest gegen die ausbleibende Anerkennung durch den Leichtathletik-Weltverband mit dem Platin Label hat das Emirat sein Preisgeld von 825.000 Dollar im Vorjahr auf knapp 400.000 reduziert.

          Weitere Themen

          Olympia unter Volldampf

          Krankenhausärzte warnen : Olympia unter Volldampf

          Der Termin der Olympischen Spiele rückt näher. Die Skepsis in Japan ist hoch. Das IOC versucht, die Ängste zu zerstreuen, doch Ärzte behaupten: „Sichere Spiele sind unmöglich“.

          Topmeldungen

          Rettungskräfte in der südisraelischen Stadt Sderot versorgen eine Frau nach einem Raketenangriff aus dem Gazastreifen am 12. Mai

          Angriffe in Israel und Gaza : Wenn man die Angst hören kann

          Die Heftigkeit der Angriffe der Hamas und des israelischen Militärs, aber auch der Gewalt in Israel selbst hat viele überrascht. Und alle fragen sich: Wird diese „Runde“ bald vorüber sein und wird sich etwas ändern?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.