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Bei Amokfahrt in Münster : Bundesligaspielerin schwer verletzt

Bei Amokfahrt schwer verletzt: Volleyball-Bundesligaspielerin Chiara Hoenhorst Bild: Jürgen Peperhowe / WN

Volleyball-Bundesligaspielerin Chiara Hoenhorst ist bei der Amokfahrt in der Altstadt von Münster schwer verletzt worden. Die 21-Jährige liegt nach einer Operation im künstlichen Koma.

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          Sie ist eine junge Hochleistungssportlerin und Studentin, zielstrebig und fokussiert. Doch am Samstag weilte sie zur falschen Zeit am falschen Platz. Zu den Verletzten der Amokfahrt von Münster gehört auch Chiara Hoenhorst, Volleyball-Bundesligaspielerin des USC Münster. Die 21-Jährige wurde mit Kopfverletzungen ins Klinikum eingeliefert, berichtete die Münstersche Zeitung. Nach einer Operation sei sie ins künstliche Koma versetzt worden. Die junge Frau schwebe aber nicht mehr in Lebensgefahr, wie Jörg Adler, Präsident des Volleyballklubs, gegenüber der Bild-Zeitung bestätigte.

          Achim Dreis
          Sportredakteur.

          „Wir sind alle fassungslos und hoffen, dass Chiara schnellstmöglich wieder gesund wird“, erklärte Axel Büring, der sportliche Leiter des Vereins den lokalen Medien. Der USC-Vorstand wolle an diesem Montagabend im Training in der Halle „Berg Fidel“ mit der Bundesliga-Mannschaft um Trainer Teun Buijs die tragischen Ereignisse gemeinsam verarbeiten. Ansonsten bittet der USC auf seiner Homepage um Verständnis, „dass wir derzeit keine weiteren Auskünfte zu Chiaras Zustand geben können“. Aus Rücksicht auf die emotionale Situation der Familie und der Mitspielerinnen möge vor Rückfragen und Spekulationen insbesondere in den Sozialen Medien abgesehen werden.

          Chiara Hoenhorst trägt im Bundesligateam des USC die Nummer 15. Auf der Position Annahme/Außengriff spielte die 1,88 Meter große Sportlerin zwei Jahre lang in der zweiten Mannschaft, ehe sie vor dieser Saison ins Bundesligateam aufrückte. Im Sommer 2017 unterschrieb die Studentin ihren ersten Profivertrag. Zuvor agierte sie beim Moerser SC in der dritten Liga, ihr Heimatverein ist die SG Sendenhorst.

          Die ehemalige U17-Nationalspielerin gilt in dem jungen Kader des traditionsreichen westfälischen Volleyball-Vereins als Versprechen für die Zukunft. In der aktuellen Saison, in der der USC im Viertelfinale der Playoffs am aktuellen Deutschen Meister SSC Schwerin scheiterte, agierte sie hinter den beiden Stammspielerinnen Ivana Vanjak und Ines Bathen an dritter Position. Chiara Hoenhorst kam in 14 der 20 Hauptrundenspiele zum Einsatz, markierte insgesamt 29 Angriffs-Punkte.

          Sie selbst sieht ihre Stärken eher in der Annahme, wie sie in einem Interview mit ihrem Heimatverein SG Sendenhorst nach ihrem Wechsel zu den Münsteraner Profis bekannte: „Ich freue mich auch immer, wenn Annahme auf dem Trainingsplan steht. Das macht mir Spaß.“ Neben Volleyball hat sie auch mal Cheerleading gemacht. Als Person bezeichnete sie sich als „fokussiert und motiviert, also zielstrebig. Ich habe meistens einen Plan für mich selber, auf den ich hinarbeite.“

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