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Vorwürfe im britischen Turnen : „Umfeld der Angst und des mentalen Missbrauchs“

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Vorwürfe im Turnen: Becky (links) und Ellie Downie Bild: Picture-Alliance

Ein Jahr vor den Olympischen Spielen ziehen die Missbrauchsvorwürfe im britischen Turnen weitere Kreise. Nun melden sich auch Becky und Ellie Downie mit Vorwürfen zu Wort – und beklagen „tiefe Narben“.

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          Die Missbrauchsvorwürfe im britischen Turnen ziehen weitere Kreise. Nun haben auch die Weltklasseturnerinnen Becky und Ellie Downie das „Umfeld der Angst und des mentalen Missbrauchs“ beklagt. „Dieser niemals endende Fokus auf mein Gewicht hat tiefe Narben hinterlassen, die glaube ich niemals geheilt werden“, schrieb Ellie (20) in einem Statement, dass die beiden Schwestern am Donnerstag auf Twitter veröffentlichten.

          Sie hätten viele Mädchen mit „Essstörungen und mentalen Problemen“ erlebt, so Ellie Downie, WM-Dritte von 2019 am Sprung. Ihre ältere Schwester Becky (28) ergänzte, dass auch sie jahrelang kein Essen mit ins Flugzeug genommen hätte. Die WM-Zweite von 2019 am Stufenbarren habe Angst gehabt, „dass die Trainer die Taschen durchsuchen.“

          Erst am Dienstag hatte der nationale Verband British Gymnastics eine unabhängige Untersuchung zu den jüngsten Missbrauchsvorwürfen angekündigt. Anlass waren belastende Medienberichte, laut denen bereits siebenjährige Mädchen physische und psychische Schäden erlitten hätten. Solche Verhaltensweisen „haben in unserem Sport keinen Platz“, sagte Jane Allen, Vorstandsvorsitzende des Verbandes.

          Beckys und Ellies Aussagen kommen ein Jahr vor „dem Höhepunkt unseres Sports, den Olympischen Spielen.“ Und sorgen im Verband für mächtig Aufruhr. Aber „das Wohlbefinden junger Kinder, die zum Turnen kommen“, sei ihre Pflicht und ihre Sicherheit „wichtiger als eine olympische Medaille“. Einiges habe sich in ihrem Sport aber bereits geändert, räumten die beiden Turnerinnen ein.

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