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Beachvolleyball-WM : Spektakuläres Baggern in Hamburg

Werbung für die WM: Showmatch vor der Elbphilharmonie Bild: Beach Majors/Boess

Beachvolleyball ist längst kein Szenesport aus der Ecke mehr. Die WM in Deutschland verspricht Einiges. Sechs Damen-Duos sind in Hamburg dabei. Und Babys haben die deutschen Teams kräftig ins Rotieren gebracht.

          4 Min.

          Die Ouvertüre gelingt spektakulär: Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig und ihre neue Partnerin Margareta Kozuch baggern vor der Elbphilharmonie in einem Showmatch gegen das tschechische Weltklasseduo Markéta Sluková und Barbora Hermannová. Die Zuschauer sind begeistert, staunen allerdings aus sicherer Entfernung – denn Ludwig und Co spielen mitten auf der Elbe, auf einem 33 mal 16 Meter großen Schiffsponton. 75 Tonnen Sand sind nötig, um die schwimmende Strandkiste zu füllen. Zwei Barkassen halten den Court auf Kurs, damit er von der Nordsee-Ebbe nicht aus der Elbe gezogen wird. Die Sportlerinnen haben bei dem maritimen Match ihren Spaß und nur am Anfang etwas Mühe, ihr Gleichgewicht zu finden. Dass alle vier ihr sportliches Handwerk verstehen, lässt sich auch an der Verlustrechnung nach 90-minütigem Fotoshooting ablesen: nur zwei Bälle fliegen ins Wasser – und beide können gerettet werden, einer vom DLRG, einer von Margareta Kozuch persönlich.

          Das Spaß-Spiel bringt spektakuläre Bilder, die als Appetitanreger auf die Beachvolleyball-Weltmeisterschaft in Hamburg einstimmen sollten. Von diesem Freitag an werden im Stadion am Rothenbaum zehn Tage lang 96 Teams aus 38 Nationen um die WM-Titel bei Männern und Frauen spielen. Bei freiem Eintritt an allen Tagen im 13.000 Zuschauer fassenden Tennisstadion sollte für Hochstimmung gesorgt sein - sofern kein allzu hanseatischer Tiefausläufer Einzug hält. Sieben Millionen Euro stehen dem Ausrichter als Budget zur Verfügung - eine weitere Million wird als Preisgeld an die Sportler ausgeschüttet.

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