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Beachvolleyball : Lehrgeld für die Olympiasiegerin

Lachen vergangen: zweites Spiel, zweite Niederlage für Laura Ludwig (r.) und Margareta Kozuch Bild: Mirja Geh

Laura Ludwig scheidet bei ihrem Comeback auf dem Beachvolleyballfeld schon nach dem zweiten Spiel beim Turnier in China aus. Besser machen es Karla Borger und Julia Sude.

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          Frühes Ende beim ersten Auftritt: Deutschlands Beachvolleyballstar Laura Ludwig ist mit ihrer neuen Partnerin Margareta Kozuch beim Viersterne-Turnier in der chinesischen Hafenstadt Xiamen schon nach dem zweiten Vorrundenspiel ausgeschieden. „Es fühlte sich gut an, zurück auf dem Court zu sein“, schrieb Laura Ludwig trotz  ihrer 1:2-Auftaktniederlage gegen die Niederländerinnen Sanne Keizer und Madelein Meppelink am Donnerstag bei Instagram: „Es war viel Gutes, aber auch viel Schlechtes dabei. Lass uns weiterspielen und es wieder versuchen.“

          Das tat die Olympiasiegerin an der Seite der ehemalige Hallen-Nationalspielerin Kozuch dann am Freitag – sie unterlagen allerdings den Amerikanerinnen Alexandra Klinemann und April Ross in zwei knappen Sätzen (19:21, 17:21) und schieden aus. „Wir hatten definitiv größere Träume für dieses Turnier, aber wir wissen auch, dass das nächste schon in wenigen Tagen kommt und dass wir am Beginn eines Lernprozesses sind“, analysierte nun Kozuch auf Instagram. Nach Momenten der Reflexion würden sie am Samstag wieder mit dem Training beginnen. Den nächsten Welttour-Auftritt planen die Beiden kommende Woche beim Drei-Sterne-Turnier in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur.

          Borger/Sude im Achtelfinale

          Die anderen deutschen Frauen-Teams haben in China unterdessen nach jeweils einem Sieg und einer Niederlage in der Vorrunde zumindest den Einzug in die K.o.-Runde geschafft, die ebenfalls noch an diesem Freitag ausgetragen wurde. Dort schieden allerdings Sandra Ittlinger/Chantal Laboureur nach einer 1:2-Niederlage gegen Tanja Hüberli/Nina Betschart (Schweiz) ebenso aus wie Kim Behrens/Cinja Tillmann, die den Amerikanerinnen Brooke Sweat/Kerri Walsh Jennings 0:2 unterlagen und Victoria Bieneck/Isabel Schneider, die wie zuvor Kozuch/Ludwig mit 0:2 an Klinemann/Ross scheiterten.

          Entspannt in China: Karla Borger und Julia Sude

          Immerhin zogen Karla Borger und Julia Sude als einziges der fünf deutschen Teams dank eines 2:1-Erfolgs über das spanische Duo Liliane Fernández Steiner und Elsa Baquerizo McMillan ins Achtelfinale ein. Dort treffen sie am Samstag auf die an Nummer 4 gesetzten Kanadierinnen Sarah Pavan und Melissa Humana Paredes.

          Bei den Männern überraschten Julius Thole/Clemens Wickler durch einen 2:1-Sieg über den brasilianischen Weltmeister Evandro Goncalves Oliveira Junior sowie dessen neuen Partner, Olympiasieger Bruno Oscar Schmidt, und erreichten somit ebenfalls die Runde der besten 16. Philipp-Arne Bergmann und Yannick Harms sowie Max Betzien und Jonathan Erdmann schieden dagegen nach zwei Niederlagen in der Gruppenphase vorzeitig aus.

          Bestes deutsches Männer-Team. Clemens Wickler (l.) und Julius Thole

          Das dank einer Wildcard ins Hauptfeld des chinesischen Turniers eingestiegene Duo Kozuch/Ludwig strich für den geteilten 25. Rang 240 Weltranglistenpunkte und 2000 Dollar Preisgeld ein. Für Laura Ludwig war es der erste Auftritt nach der Geburt ihres Sohnes Teo Johnston gewesen. Ihre Saisonziele bleiben trotz des Lehrgeldes weiterhin die Qualifikation zur Heim-WM vom 28. Juni bis 7. Juli 2019 in Hamburg sowie die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

          Beide Großereignisse hatte Laura Ludwig bei den jüngsten Auflagen in Rio 2016 und Wien 2017 mit ihrer langjährigen Partnerin Kira Walkenhorst gewonnen. Ob sie diese Erfolgsserie auch mit der langjährigen Hallen-Spielerin Kozuch wiederholen kann? „Wir wollen nicht groß irgendwelche Ziele formulieren, sondern unser bestes Beachvolleyball spielen“, sagte Ludwig vor ihrem Comeback. Danach werde man sehen, was dabei rauskommt: „Entscheidend ist, dass wir zufrieden sind“.

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