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Beachvolleyball-EM : „Echt guter Einstieg“ für Deutsche

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Ein Sieg trotz Reisestrapazen: Laura Ludwig (links) und Kira Walkenhorst Bild: Picture-Alliance

Deutschlands Sportler wollen am Wörthersee ihren Status als Europas Beachvolleyball-Nation Nummer eins verteidigen. Doch in Klagenfurt geht auch der knallharte interne Konkurrenzkampf weiter. Olympia ist schon überall.

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          29 Medaillen haben Deutschlands Beachvolleyballer bei Europameisterschaften schon aus dem Sand gebuddelt - mehr als jede andere europäische Nation. Und auch in diesem Jahr in Klagenfurt sollen EM-Plaketten dazukommen. „Klar wollen wir um eine Medaille kämpfen“, erklärte Beach-Queen Laura Ludwig, die mit der inzwischen zurückgetretenen Sara Goller 2008 in Hamburg und 2010 in Berlin schon den EM-Titel gewonnen hatte.

          Ein makelloser EM-Auftakt der Frauen mit vier Siegen in vier Spielen am Dienstag am schönen Wörthersee hat den Medaillen-Hunger gleich noch einmal vergrößert. „Es war ein echt guter Einstieg in das Turnier“, erklärte die 29 Jahre alte Ludwig nach dem Auftaktsieg zusammen mit ihrer Partnerin Kira Walkenhorst.

          Ludwig/Walkenhorst, die 48 Stunden zuvor noch das Grand-Slam-Turnier in Yokohama gewonnen hatte, ließen den Norwegerinnen Cindy Treland und Janne Pedersen beim 2:0 (21:17, 21:9) keine Chance. Katrin Holtwick und Ilka Semmler besiegten die Schweizerinnen Nina Betschart und Nicole Eiholzer ebenfalls 2:0 (21:19, 21:17). Ohne Probleme blieben Karla Borger und Britta Büthe beim 2:0 (21:12, 21:15) gegen die Gastgeberinnen Valerie Teufl und Bianca Zass. Und auch Chantal Laboureur und Julia Sude lösten ihre erste EM-Aufgabe mit 2:0 (21:12, 21:15 gegen Essi Hasu und Anniina Parkkinen aus Finnland souverän.

          Die ersten EM-Auftritte zeigten aber sofort, dass die besten deutschen Beach-Damen auch in Österreich den knallharten internen Konkurrenzkampf um die zwei deutschen Olympia-Tickets für Rio 2016 weiter vorantreiben. „Das ist natürlich anstrengend, aber es geht ja allen gleich damit“, sagte die Berlinerin Holtwick, die vor vier Wochen mit Blockerin Semmler bei der WM in den Niederlanden mit Rang vier die beste Platzierung eines deutschen Teams erkämpft hatte. 2010 waren Holtwick/Semmler schon einmal Vize-Europameisterinnen.

          „Wir müssen erst wieder reinfinden“

          Nach den Anreisestrapazen suchten die zweimaligen EM-Bronzemedaillengewinner Ludwig/Walkenhorst gegen Norwegen im ersten Satz noch ihren Rhythmus, steigerten sich nach einem 3:6-Rückstand klar und machten schon nach 28 Minuten ihren ersten Erfolg perfekt. „Wir müssen erst wieder reinfinden. Es sind nicht gleich Topleistungen zu erwarten nach der komplizierten Vorbereitung“, sagte Abwehrspielerin Ludwig.

          Borger/Büthe haben sich in Klagenfurt ebenfalls viel vorgenommen, nachdem die Stuttgarterinnen in Japan zuletzt verletzungsbedingt passen mussten. Auch bei der EM gibt es Quali-Punkte für Olympia. „Ich freue mich, dass wir das so schnell in den Griff bekommen haben, um an unsere guten Leistungen von Japan anknüpfen zu können“, sagte Borger nach überstandener Hüftgelenksblockade. Bei der EM sind je vier deutsche Frauen- und Männer-Duos am Start. Nach der Gruppenphase werden ab Donnerstag im K.o.-System die Finalteilnehmer ermittelt. Die Endspiele sind am Wochenende.

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