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Beachvolleyball-EM : Halbfinale verpasst – und erreicht

  • Aktualisiert am

Knapp gescheitert: Chantal Laboureur (l.) bei einem Schmetterball Bild: dpa

Der Traum ist aus, der Traum lebt weiter: Bei der Beachvolleyball-WM verpassen Chantal Laboureur und Julia Sude das Halbfinale. Kira Walkenhorst und Laura Ludwig wahren hingegen ihre Chance auf eine Medaille.

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          Das deutsche Überraschungsteam Chantal Laboureur und Julia Sude hat bei der Beachvolleyball-EM den Halbfinal-Einzug verpasst. Das Duo aus Stuttgart und Friedrichshafen unterlag am Freitag im Viertelfinale in Klagenfurt den Russinen Jewgenia Ukolowa und Jekaterina Birlowa nach großem Kampf mit 0:2 (31:33, 16:21). Zuvor hatten sich Laboureur/Sude noch im internen nationalen Duell gegen die WM-Vierten Katrin Holtwick und Ilka Semmler aus Berlin mit 2:1 (21:18, 19:21, 19:17) durchgesetzt.

          Gegen die Russinnen vergaben die 27 Jahre alte Sude und ihre zwei Jahre jüngere Partnerin Laboureur im ersten Durchgang gleich neun Satzbälle. „Wir hätten ihn machen müssen. Aber es war schwierig, so viel Druck im Aufschlag zu machen“, sagte Sude. „Wir ärgern uns, weil es an uns lag, wir so viele Eigenfehler hatten“, ergänzte Laboureur.

          „Das ist Wahnsinn“

          Besser machten es dagegen Laura Ludwig und Kira Walkenhorst: Das Hamburger Duo fertigte die Griechinnen Vasiliki Arvaniti und Maria Tsiartsiani glatt mit 2:0 (21:19, 21:12) ab und stürmte ins Halbfinale „Seit zehn Jahren spiele ich hier in Klagenfurt, das ist Wahnsinn“, erklärte Ludwig. Die 29 Jahre alte Abwehrspezialistin Ludwig kann zum dritten Mal Beachvolleyball-Europameisterin werden.

          „Wir sind einfach wieder selbstsicherer geworden“, erklärte die fünfmalige deutsche Meisterin, die in ihrer erfolgreichen Laufbahn zusammen mit Sara Goller schon zweimal EM-Gold, dazu auch einmal Silber und dreimal Bronze erkämpft hat. „Wenn wir gut spielen, können wir auf jeden Fall ganz oben stehen“, sagte Ludwig zu den Chancen im aktuellen Turnier.

          Gut drauf: Laura Ludwig und Kira Walkenhorst (r.)
          Gut drauf: Laura Ludwig und Kira Walkenhorst (r.) : Bild: Picture-Alliance

          Bei den Männern siegten Markus Böckermann und Lars Flüggen gegen das österreichische Duo Peter Eglseer und Daniel Müllner mit 2:0 (21:18, 25:23), nachdem sie zuvor schon die Ex-Weltmeister Alexander Brouwer und Robert Meeuwsen (Niederlande) bezwungen hatten.

          Die Hamburger sind damit wie Jonathan Erdmann und Clemens Wickler, der für den erkrankten Kay Matysik spielt, in der K.o.-Runde. Auch Sebastian Fuchs und Thomas Kaczmarek (Berlin) sowie Alexander Walkenhorst und Stefan Windscheif (Essen) überstanden die Gruppenphase.

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