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Beachvolleyball-EM : Fehlstart für deutsche Meisterinnen

  • Aktualisiert am

Erstes Match bei der EM verloren: Sandra Ittlinger (r) und Chantal Laboureur. Bild: dpa

Die Beachvolleyball-EM am Ostseestrand von Jurmala in Lettland läuft nach strengem Hygiene-Reglement. Die viermalige Europameisterin Laura Ludwig ist dennoch froh, überhaupt spielen zu dürfen.

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          Die viermalige Europameisterin Laura Ludwig und ihre Partnerin Margareta Kozuch sind mit einem klaren Sieg in die Beachvolleyball-EM in Lettland gestartet. Das deutsche Nationalteam Nummer eins bezwang am Dienstag das Gastgeber-Duo Marta Ozolina und Luize Skrastina ohne größere Mühe mit 2:0 (21:7, 21:16) und wirkte dabei voll konzentriert. Auch Victoria Bieneck/Isabel Schneider (Hamburg) gewannen ihr erstes Gruppenspiel.

          Die starken Aufschläge von Kozuch und die Power-Angriffe von Ludwig waren von den Lettinen nicht zu verteidigen. „Wir sind froh, dass wir hier überhaupt spielen können“, hatte Ludwig vor dem Auftaktspiel gesagt. Die Olympiasiegerin hat in ihrer erfolgreichen Karriere bereits vier EM-Titel gewonnen, allerdings noch keine mit ihrer aktuellen Partnerin. Zuletzt zwangen Rückenprobleme die Hamburgerin zu einer Zwangspause.

          Die deutschen Meisterinnen Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur sind dagegen mit einer Niederlage ins Turnier gestartet. Das Duo aus Berlin und Stuttgart unterlag den Französinnen Lézana Placette und Alexia Richard mit 1:2 (16:21, 26:24, 5:15). Auch die Meisterschafts-Dritten Kim Behrens und Cinja Tillmann (Münster), die nach dem Verzicht des Nationalteams Karla Borger und Julia Sude (Stuttgart/Friedrichshafen) ins EM-Tableau nachgerückt waren, verloren gegen Amaranta Fernández und Angela Lobato aus Spanien 0:2 (19:21, 12:21).

          Das Turnier läuft unter strengen Hygiene-Bedingungen. Immerhin können allerdings Fans dabei sein. Nach Angaben der Veranstalter dürfen bis zu 30 Prozent der Plätze im 5000 Besucher fassenden Stadion belegt werden, das für die EM direkt am Ostseestrand errichtet wurde.

          Die Sportler dürfen sich während der Meisterschaften nur im Hotel und an den Courts aufhalten. Handshakes sind nicht erlaubt, Umarmungen schon gar nicht, in Jurmala ist jede Berührung mit den Gegenspielern verboten. Bei den Seitenwechseln müssen die Sportler darauf achten, im Uhrzeigersinn zu gehen, um sich nicht zu begegnen. Zwei negative Coronatests waren Teilnahmebedingung, frühestens 30  Minuten vor ihren Spielen dürfen die Akteure am Feld auftauchen. Nach den Matches geht es ohne Gang unter die Dusche direkt zurück ins Zimmer.

          Nur eine Sonderregelung für die EM-Teilnehmer machte das kontinentale Championat überhaupt möglich. Normalerweise gilt in Lettland, wo mit bislang knapp 1500 bestätigten Infektionen und 35 Todesfällen die Corona-Pandemie in Grenzen blieb, eine Quarantänepflicht für Einreisende aus Ländern mit hohen Ansteckungsraten. Der Grenzwert dafür liegt bei maximal 16 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohnern in den vergangenen 14 Tagen. Bis auf die Nachbarländer Litauen und Estland, Finnland, Zypern und dem Vatikan liegen derzeit alle europäische Staaten darüber.

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