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Beachvolleyball : Cool am Strand

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Party am Ostsee-Strand: Britta Büthe führt die Siegerinnen-Raupe an Bild: dpa

Die WM-Zweiten Karla Borger und Britta Böthe sind zum ersten Mal deutsche Meisterinnen im Beachvolleyball. „Wir waren erstaunlich cool“, sagt Borger nach dem Finalsieg gegen Laura Ludwig und Julia Sude.

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          Karla Borger und Britta Büthe haben sich ihren Traum erfüllt und zum ersten Mal die deutsche Meisterschaft im Beachvolleyball gewonnen. Das Stuttgarter Duo entthronte bei regnerischen Bedingungen am Samstag die fünfmalige Meisterin Laura Ludwig und deren Interimspartnerin Julia Sude im Finale am Timmendorfer Strand. Die WM-Zweiten von 2013 setzten sich in der Kultstätte des deutschen Beachvolleyballs vor rund 6000 Zuschauern mit 2:0 (21:17, 21:18) durch. Die Hamburgerin Laura Ludwig verpasste damit den möglichen alleinigen Titelrekord. „Wir waren erstaunlich cool“, kommentierte Karla Borger, die mit einer Erkältung in das Turnier gegangen war, den unerwarteten Coup.

          Schon im Halbfinale hatten Borger/Büthe die Topfavoriten Katrin Holtwick und Ilka Semmler ausgeschaltet. „Dass wir beide Teams geschlagen haben, macht uns stolz“, sagt Büthe. Holtwick/Semmler, das nominell am höchsten eingestufte der drei deutschen Nationalteams, sicherte sich am Samstag wenigstens Platz drei mit einem 2:1 (21:18, 21:23, 15:10) gegen Victoria Bieneck und Julia Großner (Berlin).

          Deutsche Meisterinnen 2014: Karla Borger (l.) und Britta Büthe
          Deutsche Meisterinnen 2014: Karla Borger (l.) und Britta Büthe : Bild: dpa

          Für die 25 Jahre alte Borger und die 26-jährige Büthe ist der Meistertitel ihr größter nationaler Erfolg. Nachdem sie 2011 und 2013 jeweils Rang drei belegt hatten, waren sie mit dem unbedingten Willen zum Sieg am Timmendorfer Strand angetreten und hatten im Finale bei den entscheidenden Bällen auch das bessere Händchen. Dass der Matchball schließlich ein verschlagener Aufschlag von Sude war, passte ins etwas unglückliche Bild, das die Unterlegenen im Finale abgaben.

          Borger/Büthe krönten mit ihrem Premieren-Titel an der Ostsee ihre bisher beste Saison. Mehrere Top-Ten-Platzierungen auf der Welttour mit Rang zwei beim Grand Slam in der Schweiz bestätigten im Nachhinein WM-Platz zwei aus dem Vorjahr. In der Weltrangliste stehen die Stuttgarterinnen mittlerweile auf Rang 9. „Wir hatten uns vorgenommen, oben mitzumischen, und das haben wir auch getan“, sagte Karla Borger stolz.

          Mitten in der Saison hatten die beiden ihren Trainer gewechselt, neuer Coach ist der Serbe Srdjan Veckov, der dem Duo nachmals neue Impulse gab. „Wir haben einige kleine Sachen verändert“, berichtete Britta Büthe - offenbar mit Erfolg.

          Auch ohne Sonne das Traumziel der deutschen Beach-Szene: Der Strand von Timmendorf
          Auch ohne Sonne das Traumziel der deutschen Beach-Szene: Der Strand von Timmendorf : Bild: dpa

          Für Karla Borger schloss sich mit dem DM-Titel ein Kreis, denn der Timmendorfer Strand hat sie seit ihrer Kindheit geprägt. Ihre Mutter Cordula Pütter spielte in den Anfangsjahren des Beach-Sports schon erfolgreich bei dem Kultturnier an der Ostsee mit. 1995 wurde Pütter sogar Europameisterin im Beach-Volleyball - die kleine Karla spielte damals noch nebenbei im Sand.

          Zwei Jahrzehnte später steht sie nun ganz oben auf dem Siegertreppchen. Die Sportsoldatin aus Darmstadt zeigte sich beim nationalen Championat nicht nur als überragende Abwehrspielerin. Sie demonstrierte mehr als alle anderen auch den Willen zum Sieg.

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