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Beachvolleyball : „Die richtigen Lehren“

Karla Borger (l.) und Julia Sude: „Wir können noch besser“ Bild: Picture-Alliance

Beim Turnier in China sind Karla Borger und Julia Sude das beste deutsche Beachvolleyball-Team – aber doch nicht ganz zufrieden. Nun wollen sie in Malaysia ihre Erkenntnisse umsetzen.

          Nach dem Ausscheiden kam die Erkenntnis. „Wir haben das Spiel gemeinsam noch einmal angeschaut und viel Material entdeckt, um die richtigen Lehren daraus zu ziehen“, sagte Teamchef Burkhard Sude nach der Niederlage von Karla Borger und Julia Sude im Achtelfinale des Viersterne-Turniers auf der Worldtour der Beachvolleyballer in Xiamen/China gegen Sarah Pavan/Melissa Humana-Paredes aus Kanada.

          Burkhard Sude ist nicht nur Vater von Julia Sude und Trainer des Duos, er war einst auch Deutschlands bekanntester Volleyballspieler und gilt als Pionier des Beachvolleyballs. Nach seiner aktiven Karriere wurde er Nationaltrainer und betreute als Olympia-Coach die deutschen Beach-Nationalteams 1996 in Atlanta und 2000 Sydney – wo Jörg Ahmann/Axel Hager die ersten Medaillen für Deutschland gewannen.

          2020 soll sich in Tokio der Kreis schließen. Dann wollen Julia Sude und Karla Borger beim olympischen Turnier erfolgreich aufschlagen. Doch die Konkurrenz im eigenen Land ist groß – und nur zwei der vier deutschen Teams mit Olympiaambitionen dürfen sich qualifizieren. Beim Turnier in Xiamen zum Auftakt des Qualifikations-Marathons waren Borger/Sude als Neuntplazierte schon einmal das beste deutsche Team, auch wenn sie mit dem Erreichen des Achtelfinales, 400 Punkten für die Weltrangliste und 4000 Dollar Preisgeld nicht ganz zufrieden waren. „Es ist ein kleiner Trost. Aber wir können noch besser“, sagte Sude.

          Gegen die eingespielten und an Platz vier gesetzten Kanadierinnen Sarah Pavan/Melissa Humana-Paredes unterlag das neu zusammengestellte Duo nach 35 Minuten mit 0:2 (17:21, 14:21). Schon im zweiten Gruppenspiel hatten Borger/Sude gegen ein Team aus Kanada verloren – mit 0:2 (15:21, 19:21) gegen Heather Bansley/Brandie Wilkerson in 40 Minuten. „Die Kanadierinnen sind sehr gut aufgetreten, während wir unseren Side-out nicht gut durchbekommen haben. Der zweite Satz war schon deutlich enger, aber es hat nicht gereicht“, analysierte Karla Borger. Auf der Habenseite des Turniers standen ein 2:0-Sieg (21:16, 21:16) gegen Megumi Murakami/Miki Ishii aus Japan und ein 2:1-Erfolg (21:16, 14:21, 15:11) über die Spanierinnen Liliana Fernandez/Elsa Baquerizo.

          Burkhard Sude zog als Erkenntnis aus dem ersten Turnier, dass die Weltspitze extrem eng zusammengerückt ist. „Es sind nur Nuancen, die zwischen Sieg und Niederlage entscheiden. Wir sehen uns auf einem richtigen Weg. Also ziehen wir ein positives Fazit, mit Luft nach oben.“ Die anderen deutschen Teams Ittlinger/Laboureur, Bieneck/Schneider und Behrens/Tillmann waren jeweils schon in der ersten K.o.-Runde ausgeschieden und belegten jeweils den 17. Rang, der mit 320 Punkten für die Weltrangliste dotiert ist. Olympiasiegerin Laura Ludwig bei ihrem Comeback nach Babypause und ihre neue Partnerin Margareta Kozuch scheiterten gar in der Vorrunde.

          Für Borger/Sude geht die Reise nun von China aus direkt nach Malaysia. In Kuala Lumpur wird schon von Montag an ein Turnier auf Drei-Sterne-Niveau ausgetragen. Dort sind Borger/Sude hinter Barbora Hermannova und Marketa Slukova auf Rang zwei gesetzt. Die Tschechinnen unterlagen im Endspiel von Xiamen am Sonntagmorgen nur äußerst knapp 23:25, 24:26 den Brasilianerinnen Ana Patricia Silva Ramos/Rebecca Cavalcanti Barbosa Silva. Die waren nominell nur das viertbeste brasilianische Team des Tableaus, kämpften sich aber durch die Qualifikation bis ganz oben aufs Podest. Auch das ein Zeichen dafür, wie eng es in der Weltspitze zugeht.

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