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Beachvolleyball : „Wir müssen uns erst einmal finden“

Müssen sich auf dem Feld noch finden: Margareta Kozuch (l.) und Laura Ludwig Bild: dpa

Beim Comeback nach ihrer Babypause muss Laura Ludwig an der Seite von Margareta Kozuch eine Niederlage hinnehmen. Erfolgreicher starten drei andere deutsche Beachvolleyball-Teams.

          Dem erhofften Spiel-Rhythmus ein bisschen näher gekommen, den ersten Satz im Sand sogar gewonnen, aber das Auftakt-Match dann doch verloren: beim Comeback nach ihrer Babypause musste Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig an der Seite ihrer neuen Partnerin Margareta Kozuch nach vielversprechendem Beginn eine Niederlage hinnehmen. Gegen die Europameisterinnen Sanne Keizer und Madelein Meppelink aus den Niederlanden unterlagen Ludwig/Kozuch im ersten Gruppenspiel des Weltour-Turniers in Xiamen an der Südkoste Chinas mit 1:2 (21:18, 18:21, 8:15).

          Dabei machte der böige Wind dem im Januar neu zusammengestellten Nationalteam aus Hamburg mit zunehmender Spieldauer immer mehr zu schaffen. Nach Gewinn des ersten Durchgangs führten die Deutschen auch im zweiten mit 4:1, ehe Laura Ludwig die sonst gewohnte Sicherheit im Abwehrverhalten etwas verloren ging. Dagegen habe die einstige Hallenspielerin Margareta Kozuch nach Aussage des Team-Managers Andreas Scheuerpflug schon sehr stabil gespielt. „Wir müssen uns erst einmal finden“, hatte Laura Ludwig vor dem Turnier als Devise ausgegeben. Im zweiten Spiel der Gruppe E in der Nacht zum Freitag müssen die beiden nun gegen die Amerikanerinnen April Ross und Alexandra Klineman gewinnen, um noch im Turnier zu bleiben.

          Die anderen Nationalteams des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) sind dagegen erfolgreich in das Viersterne-Turnier gestartet. Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur gewannen in Gruppe D ihr Auftaktspiel gegen die Schweizerinnen Joana Heidrich und Anouk Vergé-Dépré mit 2:1 (21:12, 13:21, 15:12). „So kann's weitergehen, finden wir“, schrieben die Berlinerin Ittlinger und ihre Friedrichshafener Partnerin Laboureur in den sozialen Netzwerken vor ihrem zweiten Gruppenspiel gegen Melissa Humana-Paredes und Sarah Pavan (Kanada), bei dem es schon um den direkten Einzug ins Achtelfinale geht.

          Sogar einen glatten 2:0-Sieg (21:16, 21:16) erspielte sich das ebenfalls neu zusammen gesetzteTeam von Karla Borger und Julia Sude (Stuttgart) in Pool B gegen die Japanerinnen Megumi Murakami/Miki Ishii. Die in gewohnter Formation spielenden Hamburgerinnen Victoria Bieneck und Isabel Schneider setzten sich mit 2:1 (21:15, 14:21, 15:13) gegen die Schweizerinnen Tanja Hüberli und Nina Betschart durch. Dagegen unterlagen die erst durch die Qualifikation ins Hauptfeld vorgedrungenen Kim Behrens und Cinja Tillmann (Münster) den favorisierten Brasilianerinnen Carolina Solberg Saldago / Maria Antonelli deutlich in zwei Sätzen (15:21, 11:21).

          Der Modus der Welttour-Turniere sieht vor, dass in den acht Viererguppen jeweils die Siegerinnen der ersten beiden Vorrundenspiele anschließend im direkten Duell gegeneinander antreten. Wer auch sein zweites Match gewinnt, zieht direkt ins Achtelfinale ein. Für die Verliererinnen der ersten Spiele haben die zweiten Gruppenspiele dagegen schon K.o.-Charakter, denn die zweite Turnier-Niederlage ist gleichbedeutend mit dem Ausscheiden.

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