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evin Booker (Mitte) vom FC Bayern legt gegen Spencer Butterfield (links) und Luke Sikma (rechts) von Alba Berlin den Ball in den Korb. Bild: dpa

Deutsches Basketball-Finale : Bayern auf dem Weg zur Meisterschaft

  • Aktualisiert am

Nach der Niederlage im ersten Finalspiel gegen Alba Berlin glich der FC Bayern zunächst aus und geht nun dank eines 72:66-Erfolges in der dritten Partie in Führung. Großen Anteil daran hat ein bestimmter Mannschaftsteil.

          Die Basketballer des FC Bayern haben sich im Finale um die deutsche Meisterschaft die Führung erkämpft und sind nur noch einen Erfolg vom Titelgewinn entfernt. Vor allem dank der beherzten Defensive feierten die Münchner am Sonntagabend ein 72:66 (46:29) gegen ALBA Berlin und die 2:1-Führung in der Best-of-Five-Serie. Mit einem Auswärtserfolg am Mittwoch (20.00 Uhr) in der Hauptstadt wäre dem Pokalsieger von Coach Dejan Radonjic der erste Meistererfolg seit 2014 sicher. ALBA indes muss beide noch möglichen Partien gewinnen, um sich erstmals seit 2008 und zum neunten Mal in der Vereinsgeschichte zu Deutschlands Basketball-Primus zu krönen.

          „Die Jungs haben das heute super gemacht und jetzt führen wir 2:1, darüber bin ich glücklich. Am Schluss war es ein spannendes, tolles Endspiel“, sagte Münchens Geschäftsführer Marko Pesic bei Telekom Sport. Alba-Profi Luke Sikma meinte: „Wir haben jetzt ein Spiel zu Hause, da wollen wir gewinnen. Wir müssen die Ballverluste vermeiden und die Würfe besser treffen.“ Uli Hoeneß sprach indes lediglich von einem „wichtigen Spiel“, es sei noch nichts entschieden. „Man hat wieder gesehen, dass Heimspiele kein Riesenvorteil mehr sind. Wenn man mit 20 Punkten führt, dann darf man normalerweise keine Probleme mehr bekommen“, sagte der Bayern-Boss, noch unsicher, ob er zum vierten Spiel in Berlin kommen werde.

          Redding top, Berlin ohne Rhythmus

          Reggie Redding mit 18 Punkten und vor allem vier Dreiern schon vor der Pause war der erfolgreichste Werfer für das Heimteam. Den Berlinern um Trainer-Routinier Aito Garcia Reneses reichten 16 Zähler von Spencer Butterfield nicht. Im fünften Ligaspiel der Saison zwischen den zwei Top-Teams gewann erstmals das Heimteam.

          Nach dem 96:69-Erfolg aus Spiel zwei hatten sich die Münchner bemüht, nicht in Euphorie zu verfallen – Alba dagegen wollte die Heimpleite schnell aus den Köpfen kriegen. Das schien den Hauptstädtern nicht gelungen zu sein. In einer von vielen Ballverlusten geprägten ersten Halbzeit fand das offensivstärkste Team der Liga nie seinen Rhythmus und kam wie schon drei Tage zuvor nicht über 29 Punkte hinaus. Nur einmal in der Saison war Alba vor der Pause noch weniger erfolgreich.

          Im ersten Finalduell in München waren die Gäste von der Dreierlinie heiß gelaufen, diesmal landete in den ersten 20 Minuten nur einer von sieben Versuchen im Korb. Die Bayern von Coach Dejan Radonjic schafften es vorzüglich, die gefährlichen Alba-Schützen Marius Grigonis und Spencer Butterfield aus dem Spiel zu nehmen.

          Berlin indes konnte die Münchner weniger gut stoppen, allen voran Reggie Redding. Der frühere Profi der Hauptstädter traf gegen seinen ehemaligen Verein im ersten Abschnitt gleich viermal von außen und sorgte damit fast im Alleingang für die komfortable Halbzeitführung.

          „Es ist ein intensives Spiel, ich hoffe, dass wir ruhig bleiben und gewinnen. Spiele wie heute sind besonders wichtig, wir machen bisher einen sehr guten Job“, sagte Bayerns verletzter Profi Milan Macvan bei Telekomsport. Er stand ebenso wie der jüngst am Blinddarm operierte Spielmacher Braydon Hobbs nicht zur Verfügung.

          Nach dem Seitenwechsel fanden die Gäste besser ins Spiel, der Vorsprung der Münchner schmolz von 21 Punkten im dritten Viertel auf einstellige Werte im Schlussabschnitt. Letztlich aber retteten die Hausherren den so wichtigen Sieg über die Zeit.

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