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Basketball-Playoffs : Bayerns Flasche ist fast leer

Die Bayern kommen gegen Bamberg einfach nicht zum Zug. Bild: dpa

Die Münchner Basketballer verlieren gegen Bamberg auch das zweite Spiel der Serie im Playoff-Halbfinale. Da hilft auch die prominente Unterstützung eines Ehrengastes nicht.

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          Am Ende hat Pep Guardiola sein letztes Heimspiel doch noch verloren. Es gab einen Sonderbeifall für den Ehrengast beim letzten öffentlichen Auftritt in München. Doch von seinem Platz in Reihe eins erlebte der scheidende Fußball-Trainerstar eine Bayern-Niederlage – die des Basketball-Teams. Es unterlag Meister Brose Baskets Bamberg 76:90.

          Christian Eichler

          Sportkorrespondent in München.

          Damit könnten die Bayern am Sonntag in Bamberg schon nach drei von fünf möglichen Halbfinal-Playoffs aus dem Titelkampf ausscheiden - so früh wie nie seit dem Aufstieg in die Bundesliga vor fünf Jahren. So war es vielleicht auch für Svetislav Pesic das letzte Heimspiel.

          Der 66-jährige Trainer, der im März aus Ärger über seine Behandlung durch die Bundesliga-Schiedsrichter – und wohl auch, wie er später in einem Interview durchblicken ließ, über die von ihm vermisste Bereitschaft des Klubs zu größeren Investitionen – seinen Rücktritt zum Saisonende „zu 99 Prozent“ erklärte, wirkte matt wie selten. „Mal sehen, was in Bamberg passiert“, sagte er und klang fast resigniert.

          Sein wirklich letztes Heimspiel bei den Bayern: Fußballtrainer Pep Guardiola beim Basketball.

          Das Basketballprojekt der Bayern hat seine Dynamik verloren. Das war am Mittwoch vor den Augen von Uli Hoeneß, der es einst angestoßen hatte, nicht mehr zu übersehen. Der Abstand zu den Bambergern, denen man einmal, 2014, den Titel wegschnappen konnte und gegen die man auch sonst wenigstens konkurrenzfähig war, ist größer denn je, seit Pesic 2012 den Posten übernahm. Jetzt reichte es nur für Teilzeit-Dominanz. Erst herrschte bayrische Kraft, dann Bamberger Klasse. Nach der 43:34-Pausenführung schwand der Schwung der Bayern, die die verletzten Routiniers Dusko Savanovic und Deon Thompson schmerzlich vermissten.

          Immer mehr setzte sich die Klasse der Bamberger Spielmacher Nikolaos Zisis und vor allem Brad Wanamaker durch, dem 28 Punkte gelangen. „Wanamaker hat uns gekillt mit seinem Zug zum Korb“, fand dessen amerikanischer Landsmann Bryce Taylor, der sich als Bayern-Kapitän trotz des Zusammenbruchs im letzten Viertel zu Optimismus aufraffte: „Wir müssen versuchen, in Bamberg unser bestes Spiel der Saison zu machen.“ Es wäre das Mindeste, das nötig ist. Bisher hat keine deutsche Mannschaft in dieser Saison etwas in Bamberg holen können. Pesic will dort noch einmal „mit voller Pulle“ angreifen. Sonst wird es am Ende heißen: Flasche leer.

          Daniel Theis (Bamberg) wirft gegen Maximilian Kleber (r., Bayern München).

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