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Basketball-Europe-Cup : Würzburger Traum endet im Schlussviertel

  • Aktualisiert am

Die Mienen sagen alles: Würzburg hat das Endspiel verloren Bild: dpa

Als erst fünftes deutsches Team hätten Würzburgs Basketballer einen europäischen Titel holen können - doch vor den Augen eines berühmten ehemaligen Spielers verlassen die Unterfranken am Ende die Kräfte.

          Über weite Strecken der Partie hatten Würzburgs Basketballer den Triumph vor Augen, doch nach einem schwachen Schlussviertel haben die Unterfranken den größten Erfolg der Vereinsgeschichte verpasst. Die Mannschaft von Trainer Denis Wucherer unterlag im Rückspiel des Fiba Europe Cups am Mittwoch vor heimischer Kulisse gegen Dinamo Sassari mit 79:81 (46:41).

          Zur Halbzeit hatte Würzburg die Fünf-Punkte-Niederlage aus dem Hinspiel auf Sardinien noch egalisiert. Skyler Bowlin und Cameron Wells zeigten sich mit 20 und 18 Punkten treffsicher, beim Tabellenfünften aus Italien punkteten vier Spieler zweistellig, Dyshawn Pierre ragte mit 19 Zählern heraus.

          Der Tabellenneunte der Bundesliga kam gut in die von Anfang an intensiv geführte Partie und führte bereits nach zwei Minuten mit 8:3. Getragen von den 3140 lautstarken Zuschauern in der ausverkauften s.Oliver Arena gingen die Unterfranken mit 26:19 in die erste Viertelpause. Vor den Augen des ehemaligen Würzburgers und jetzigen NBA-Spielers Maxi Kleber kamen nun die Italiener mit einem 8:2-Lauf besser ins Spiel und zwangen Trainer Wucherer zu einer Auszeit. In der Folge spielte Würzburg wieder stärker und ging erstmals zweistellig in Führung (39:29), zur Pause stand es 46:41.

          Nach einer starken Phase Mitte des dritten Viertels erspielte sich Würzburg abermals einen zweistelligen Vorsprung (57:46), doch wieder kam Sassari zurück und bis auf einen Punkt zum Ende des dritten Viertels heran (65:64). Nun agierte Würzburg nervös, leistete sich unnötige Ballverluste und mehrere Offensivfouls, was die Italiener fünf Minuten vor Schluss zu einer Vier-Punkte-Führung nutzten und diese bis zum Schluss nicht mehr hergaben.

          Würzburg hätte als fünfter deutscher Verein einen europäischen Titel holen können. Alba Berlin gewann 1995 den Korac-Cup, der Mitteldeutsche BC (2004), die BG Göttingen (2010) und die Fraport Skyliners aus Frankfurt (2016) waren in unterklassigen Wettbewerben erfolgreich.

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