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Basketball : „Sie haben uns auseinandergerissen“

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Das ging ins Auge: Nowitzki am Boden Bild: REUTERS

Auch 34 Punkte von Dirk Nowitzki haben die 108:114-Niederlage der Dallas Mavericks bei den Phoenix Suns nicht verhindern können. Damit droht den Texanern das Aus in den Play-offs.

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          Vom Gegner gejagt, von Schmerzen gepeinigt und am Ende vom Glück verlassen: Auch 34 Punkte von Dirk Nowitzki konnten die 108:114-Niederlage der Dallas Mavericks bei den Phoenix Suns nicht verhindern. Damit droht den Texanern bei einem Rückstand von 2:3 in der „Best of seven“-Serie das Aus in den Play-offs. Die Mavericks stehen im sechsten Spiel in der Nacht zum Samstag (3.00 Uhr/live bei Premiere) mit dem Rücken zur Wand. Eine eventuelle siebte Begegnung würde zwei Tage später in Phoenix stattfinden.

          Eigentlich hatte der Mittwoch für Nowitzki vielversprechend begonnen. Erstmals in seiner Karriere wurde der Würzburger von der Liga ins beste Team der Saison („First Team“) berufen und befand sich dort mit Shaquille O'Neal, Tim Duncan, Allen Iverson und Suns-Guard Steve Nash in illustrer Gesellschaft. Auch wenige Stunden später deutete zunächst alles auf ein Erfolgserlebnis der Mavericks bei den an Nummer eins gesetzten Suns hin.

          „Unsere Verteidigung war löchrig“

          Dallas führte über weite Strecken der Begegnung und ging 77:76 ins abschließende Viertel. Dort verspielten sie jedoch mit einer fast vierminütigen „Auszeit“ jegliche Siegchancen. „Da haben sie uns auseinandergerissen. Phoenix war hungriger. Ich war selten so enttäuscht wie heute“, kommentierte ein sichtlich erboster Mavericks-Coach Avery Johnson.

          In Spiel fünf sind die Suns überragend

          Auch Nowitzki fand für den 9:0-Zwischenspurt der Suns keine Entschuldigung: „Unsere Verteidigung war löchrig. Wir haben in wenigen Minuten alles verspielt.“ Auf dem Feld war Nowitzki trotz ständiger Doppeldeckung des Gegners ein Vorbild an Einsatz und Spielfreude. Als er gut fünf Minuten vor Schluß des dritten Spielviertels bei einem Foul von Jimmy Johnson am linken Auge getroffen wurde, zeigte er Nehmerqualitäten.

          Mit dem Rücken zur Wand

          Der deutsche Nationalspieler ließ sich kurz in der Kabine behandeln und kehrte mit schmerzverzerrtem Gesicht aufs Spielfeld „Wenn wir am Freitag die Energie der letzten Siege wiederfinden, werden die Fans schnell auf unserer Seite sein. Noch ist alles möglich, sagte Nowitzki. Allerdings muß Dallas bis dahin eine taktische Marschroute finden, die den mit 34 Punkten, 13 Rebounds und zwölf Assists abermals überragenden Steve Nash an seinen gefürchteten Sololäufen durch die Mavericks-Abwehr hindert. „Ein Spieler seines Kalibers ist nie ganz auszuschalten. Aber wir sollten ihn zumindest intensiver am Wurf hindern“, forderte Nowitzki, dessen verfehlter Dreipunktewurf seinem Team 97 Sekunden vor Schluß die letzte Chance auf einen Sieg nahm.

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