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Basketball-Playoffs : Die Bayern vertagen die Meisterkür

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Hatte diesmal die Nase vorn: Der Münchner Heiko Schaffartzik (l.) im Duell mit Bambergs Mbakwe Bild: AFP

Es braucht ein fünftes Spiel: In der Finalserie um die deutsche Basketball-Meisterschaft siegt Titelverteidiger Bayern München überraschend deutlich gegen die Bamberger Brose Baskets – und erzwingt ein allerletztes Aufeinandertreffen.

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          Entscheidung vertagt! Titelverteidiger Bayern München hat in der Finalserie der Basketball-Bundesliga ein fünftes Spiel erzwungen. Die Bayern gewann am Mittwochabend gegen die Brose Baskets Bamberg mit 83:73 (45:34) und glichen in der Best-of-Five-Serie damit zum 2:2 aus. Vor 6700 Zuschauern im ausverkauften Audi Dome war Kapitän Bryce Taylor mit 22 Punkten bester Werfer bei den Münchenern. Bei Bamberg kam Janis Strelnieks auf 22 Zähler. Die Entscheidung um die deutsche Meisterschaft fällt nun am Sonntag (15 Uhr) in Bamberg.

          „In so einem Spiel ist die Chance 50:50. Der Sieger ist der Meister, der Verlierer halt nicht“, sagte Bayerns Heiko Schaffartzik bei Telekom-Basket. „Wir mussten schwer für jeden Wurf arbeiten. Wenn die Bayern so gut treffen, ist es schwer hier zu gewinnen“, befand Bambergs Daniel Theis und kündigte an: „Jetzt wollen wir uns den Titel zu Hause holen.“

          Den Ausfall des Leaders weggesteckt

          Die Bayern mussten wieder auf Anton Gavel verzichten. Der 30-Jährige fehlte gegen seinen früheren Klub erneut wegen einer Hüftverletzung, die er sich bereits im zweiten Duell der beiden Basketball-Schwergewichte zugezogen hatte. Gavel hatte deshalb schon die dritte Partie am vergangenen Sonntag verpasst. Doch die Bayern steckten den Ausfall ihres Leaders auf beeindruckende Art und Weise weg.

          In einer zu Beginn hochklassigen und extrem intensiven Partie lieferten sich beide Teams vor den Augen von Oliver Bierhoff zunächst einen erbitterten Fight. „Ich glaube Bayern gewinnt mit zehn Punkten-Vorsprung“, sagte der Teammanager der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft in der Pause und sollte recht behalten.

          Mitte des ersten Viertels hatten sich die Bamberger mit einem 8:0-Lauf erstmals etwas absetzen können und gingen mit 19:13 in Führung. Beyern-Coach Svetislav Pesic kassierte in dieser Phase sein fast schon obligatorisches technisches Foul wegen zu heftigen Reklamierens. Doch die Gastgeber kämpften sich wieder zurück und gingen mit der Schlusssirene des ersten Abschnitts durch einen Dreier von Vasilije Micic wieder mit 20:19 in Führung.

          Zu Beginn des zweiten Viertels erhöhte Heiko Schaffartzik aus der Distanz prompt auf 23:19, Bambergs Coach Andrea Trinchieri reagierte nach gerade einmal 13 Sekunden mit der Auszeit. Aber der Rhythmus des Hauptrunden-Ersten war auf einmal völlig verschwunden. Die Bayern setzten sich Punkt für Punkt ab und lagen zwischenzeitlich sogar mit 16 Zählern vorne (45:29).

          Sein Taktik-Hirn ist jetzt gefragt: Bayern-Trainer Svetislav Pesic

          Nur weil der Lette Janis Strelnieks noch zweimal aus der Distanz traf, lag der Bamberger Rückstand zur Pause noch im halbwegs erträglichen Rahmen. „Im Spiel zwei waren wir 14 Punkte zurück, jetzt sind es nur elf. Das ist unsere einzige Hoffnung“, sagte Bambergs Aufsichtsratsvorsitzender Michael Stoschek bei „beko-bbl.tv“.

          Doch auch nach dem Seitenwechsel verschliefen die Bamberger erneut den Auftakt, die Bayern zogen schnell wieder auf 15 Punkte davon. In der Folgezeit kamen die Gäste zwar immer wieder etwas heran, aber stets dann, wenn es für die Hausherren hätte brenzlig werden können, hatten sie die passende Antwort parat. Vor allem auf Kapitän Bryce Taylor war in diesen Momenten Verlass.

          Auch im Schlussviertel schafften es die Gäste nicht mehr, der Partie eine Wendung zu geben. Point Guard Bradley Wanamaker bliebt weit unter seinen Möglichkeiten und konnte das Spiel der Franken nicht in gewohnter Manier lenken. Wollen die Brose Baskets am Sonntag Titel Nummer sieben, wird sich der Amerikaner deutlich steigern müssen.

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