https://www.faz.net/-gtl-12wzi

Basketball : Oldenburg gewinnt die Meisterschaft vier Sekunden vor Schluss

  • -Aktualisiert am

Meisterlich: Je'kel Foster hält die Trophäe fest Bild: dpa

Die Oldenburg Baskets haben es geschafft: 71:70 siegten die Basketballprofis von Trainer Predrag Krunic am Donnerstag abend gegen die Baskets aus Bonn und gewannen damit den ersten Meistertitel in ihrer Vereinsgeschichte.

          2 Min.

          Die Oldenburg Baskets haben es geschafft: 71:70 siegten die Basketballprofis von Trainer Predrag Krunic am Donnerstag abend gegen die Baskets aus Bonn und gewannen damit den ersten Meistertitel in ihrer Vereinsgeschichte. Der Jubel der Fans in der Oldenbuger Arena war gewaltig: Die Hoffnung, im nach dem „best of five“-Modus ausgetragenen Play-off-Finale den ersten Heimsieg zu landen, erfüllte sich. Beste Schützen beim neuen Meister waren Rickey Paulding (20 Punkte) und Je'Kel Foster (18), für Bonn traf Earl Jerrod Rowland (22) am besten.

          In Oldenburg hatte die Nachfrage der Fans, die den Showdown in der Bundesliga sehen wollten, das Angebot von knapp 3150 Plätzen in der Oldenburger Arena bei weitem übertroffen. Die Karten waren am Mittwoch binnen weniger Minuten ausverkauft. 5000 Fans kamen deshalb am Donnerstagabend in die benachbarte Weser-Ems-Halle, wo der Verein ein Public Viewing organisiert hatte. Auf einer 10 mal 16 Meter großen Leinwand konnten sie das Spektakel verfolgen.

          Wer würde es schaffen? Vier Spiele und vier Auswärtssiege hatte es gegeben in dieser finalen Play-off-Serie - eine Konstellation, wie zuletzt im Meisterschaftskampf der Saison 2003/2004, als die Baskets aus Bamberg und die Frankfurt Skyliners sich viermal gegenseitig die Punkte in fremder Halle abgenommen hatten. Der Umstand, dass am Ende die Frankfurter doch mit einem Heimsieg triumphierten, verschaffte den Oldenburger Baskets Zuversicht. Die Tageszeitung „Bonner Generalanzeiger“ indessen vertraute auf den Bestand der rheinischen Auswärtsstärke, welche den Baskets im fünften Spiel des Halbfinales einen Sieg bei Alba Berlin ermöglicht hatte, und fasste diesen Umstand in den Begriff des „psychologischen Auswärtsvorteils“.

          Spektakulär - und doch geschlagen: Patrick Flomo und die Bonner hängen in der Luft
          Spektakulär - und doch geschlagen: Patrick Flomo und die Bonner hängen in der Luft : Bild: dpa

          Foster macht Oldenburg zum Meister

          Man spürte die Nervosität deutlich, mit der beide Teams in das Spiel des Jahres gingen. Die Fehlerquote war so hoch wie das Tempo, große Vorteile konnte sich zunächst keine der beiden Mannschaften herausspielen. Dabei wirkten die Baskets aus Bonn aber immer einen Tick schneller und treffsicherer. Dass sie in der Lage sein würden, ihre Schwäche beim Distanzwurf abzulegen, deutete sich an, als Brandon Kyle Bowman von der Dreierlinie aus zum 15:11 traf und gleich danach mit einem weiteren Fernschuss zur 18:12-Führung für Bonn traf. Das erste Viertel endete mit einem 14:18-Rückstand für Oldenburg, aber die Baskets aus Niedersachsen wurden stärker.

          Anfang des zweiten Viertel waren sie unter dem Jubel der Fans nach einem Dreipunktewurf von Rickey Paulding 22:18 in Führung gegangen. Dennoch hatten die Bonner zur Pause beim 36:35 wieder die Nase knapp vorne. Im dritten Viertel schnellten die selbstbewusster spielenden Bonner nach einem Korbleger von Alex King auf 11 Punkte Vorsprung davon; und Oldenburg wankte. 59:51 lagen die Profis vom Rhein zehn Minuten vor Spielende vorne. Doch Oldenburg kämpfte. Marko Scekic zum 62:62 - und die Halle tobte. Wieder legte Bonn vor, aber 4 Sekunden vor Schluss erzielte Foster die 71:70-Führung für die Niedersachsen. Foster war es dann auch, der den Bonner Angreifern den Ball wegschnappte und Oldenburg zum Meister machte.

          Weitere Themen

          Heftige Niederlage für Hütter in Gladbach

          Eintracht verliert 0:4 : Heftige Niederlage für Hütter in Gladbach

          Das Duell mit seiner neuen Mannschaft verläuft alles andere als gut für Adi Hütter. Eintracht Frankfurt verliert in Gladbach mit 0:4. Nun wittert Dortmund wieder eine Chance auf die Champions League.

          Topmeldungen

          Trauerfeier der Royals : Farewell, Prinz Philip

          Er wurde 99 Jahre alt – die meisten davon war Prinz Philip der Mann an der Seite von Königin Elisabeth II. Die Trauerfeier für den Herzog von Edinburgh in Bildern.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.