https://www.faz.net/-gtl-16ufd

Basketball : Frankfurt Skyliners schocken die Baskets Bamberg

  • -Aktualisiert am

Der Bamberger Brian Roberts umspielt den Frankfurter Greg Jenkins (l) Bild: dpa

Die Bamberg Baskets sind die Favoriten im Finale der Playoffs der Basketball-Bundesliga. Im ersten Spiel der „best-of-five“-Serie am Sonntagtabend leisteten die Frankfurt Skyliners allerdings Erstaunliches.

          2 Min.

          Sie haben gekämpft und sind belohnt worden: In letzter Sekunde haben die Frankfurt Skyliners bei den Baskets Bamberg die Überraschung geschaftt und das erste Finalspiel des Bundesliga-Play-offs gewonnen. 65:63 siegten die Profis von Cheftrainer Gordon Herbert am Sonntagabend in der Bamberger Arena. An diesem Mittwoch haben sie die Chance, in eigener Halle in der Serie „Best of five“ auf 2:0 davon zu ziehen (19.20 Uhr / live auf Sport1). Beste Werfer für die Skyliners war Dragan Labovic (14 Punkte). Für Bamberg traf Predrag Suput (11) am besten. „Ich bin wirklich stolz auf die Jungs“, sagte der Frankfurter Sportdirketor Kamil Novak nach der Energieleistung seiner Mannschaft, „was sie heute geleistet haben, ist unglaublich.“

          Dabei schien doch die Frage nach dem Favoriten geklärt zu sein. Selbst Bundestrainer Dirk Bauermann hatte sich festgelegt. „Bamberg ist letztlich natürlich der Favorit. Sie haben seit Januar den mit Abstand besten Basketball gespielt.“ 6800 Zuschauer waren in die brechend volle Bamberger Arena gekommen und veranstalteten bei tropischen Temperaturen und zusätzlich befeuert von einer extrem lauten Trommlergruppe ein donnerndes Spektakel. Zunächst schien es so als würde die Vorhersage des Bundestrainers eintreffen.

          Eineinhalb Minuten vor Schluss die erste Führung

          Die Skyliners, die schon neun Spiele im Bundesliga-Play-off in den Knochen hatten, wirkten verkrampft - die Baskets hingegen, die ohne Niederlage in nur sechs Spielen ins Finale gekommen waren, traten entschlossen und erfolgreich auf. Zehn Punkte Abstand zu den Frankfurter hatten sie im Handumdrehen herausgespielt, als Brian Roberts aus der Distanz zum 17:7 traf. 21:12 führten die Oberfranken nach dem ersten Viertel. Danach wurden die Skyliners aggressiver. Clever spielten sie ihre Vorzüge in der Abwehr aus, und als Roller kurz vor der Halbzeit zum 28:30 traf, waren die Frankfurter dem Favoriten auf den Fersen. Zur Halbzeit führten die Baskets 35:30, wie ein hoher Favorit waren sie im zweiten Viertel aber nicht aufgetreten.

          Nach der Pause konnten sie diesen Eindruck ein wenig korrigieren und legten bis zum Ende des dritten Viertels wieder 8 Punkte zwischen sich und Frankfurt. Im Schlussviertel schafften die unermüdlich kämpfenden Skyliners Erstaunliches. Nach einem Korbleger von Quantez Robertson zum 58:60 waren die wieder fast gleichauf, eineinhalb Minuten vor Spielende sorgte Reese für die erste Frankfurter Führung mit seinem Treffer zum 61:60 und gleich darauf sogar noch zum 63:60. Bamberg gelang durch Brian Roberts noch der Ausgleich, dann legte aber Robertson den Ball zum Siegtreffer in den Korb.

          Inzwischen steht auch der Termin für die dritte Partie im Play-off-Finale fest. Sie wird nicht wie geplant am Samstag, 12. Juni, sondern einen Tag später am Sonntag in der Bamberger Arena ausgetragen (15.15 Uhr). Zudem wird der Sender Sport1 die Partie trotz der Verlegung auf den Sonntag live übertragen. Der Spieltermin am Samstag konnte nicht gehalten werden, da eine Hochzeitsgesellschaft die Business-Räumlichkeiten der Arena gemietet hatte. Indessen ist Murat Didin, der einstige Cheftrainer der Frankfurt Skyliners, beim insolventen Bundesligaklub Düsseldorf Giants im Gespräch. Die türkische Hotelkette Rixos plant in den kommenden drei Jahren mehrere Millionen Euro in den Klub zu investieren und Didin, der mit dem Manager des Unternehmens befreundet ist, zum Cheftrainer zu machen.


          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Biden-Unterstützerin bei einer Rally in der Kleinstadt Boca Raton, Florida

          Wählergruppe der Suburban Moms : Was Vorstadtmütter wirklich wollen

          Weiße Frauen der oberen Mittelschicht sind in Amerika eine umkämpfte Wählergruppe. Aber Donald Trumps Vorstellung einer Mutter aus der Vorstadt stammt aus den Fünfzigern – das könnte ihn diese wichtigen Stimmen kosten.

          Film-Legende : Sir Sean Connery ist tot

          Der Schauspieler Sir Sean Connery ist im Alter von 90 Jahren gestorben. Das meldet der britische Nachrichtensender BBC. Der Schotte wurde in seiner Rolle als James Bond weltberühmt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.