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Basketball-Finalserie : Bayern siegen auch bei Alba Berlin

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Offensiv wie defensiv für die Münchener am Brett und ein Brett, wie Jürgen Klopp sagen würde: Münchens Devin Booker (l.) blockt den Korbleger von Albas Johannes Thiemann. Bild: dpa

Ein guter Start und eine Aufholjagd am Schluss reichen den Berlinern nicht, um gegen Bayern auszugleichen. Die Münchener brauchen damit nur noch einen Erfolg für die abermalige Meisterschaft.

          Den Basketballern des FC Bayern München fehlt nur noch ein Sieg zum abermaligen Gewinn der deutschen Basketball-Meisterschaft. Der Titelverteidiger gewann am Mittwoch bei ALBA Berlin das zweite Finalspiel 82:77 (45:46) und führt in der Best-of-five-Serie 2:0. Wie schon im ersten Duell liefen die Münchner zunächst einem Rückstand hinterher, drehten aber in der zweiten Hälfte das Spiel zu ihren Gunsten. Erfolgreichste Werfer der Bayern von Trainer Dejan Radonjic waren Devin Booker (16 Punkte) und Derrick Williams (12). Für die Hauptstädter, die in dieser Saison zum dritten Mal in einem Finale zu scheitern drohen, trafen Franz Wagner und Rokas Giedraitis (beide 14) am sichersten.

          Nachdem Alba beim Auftaktspiel in München (70:74) nach diskutablen Schiedsrichterentscheidungen und einem späten Lauf der Gastgeber als Verlierer vom Feld gegangen war, hatte Kapitän Niels Giffey zu Besonnenheit gemahnt. „Wir müssen am Ende einen kühlen Kopf bewahren, unabhängig davon, ob die Pfiffe richtig sind oder nicht“, sagte der deutsche Nationalspieler und Small Forward. Die Albatrosse starteten wie schon im ersten Spiel stark. Nach zweieinhalb Minuten lagen die Berliner 7:0 vorne, nach knapp neun Minuten stand es 23:12. Die Bayern, im Vorjahr 3:2-Sieger, kamen wieder schwer ins Spiel. „Auswärts müssen wir noch konzentrierter spielen, um zu gewinnen“, hatte Nationalspieler Danilo Barthel gesagt. „Wir wollen die positiven Aspekte aus Spiel eins ausbauen und unsere Fehler minimieren.“ Trotz des klaren Rückstands behielten die Münchner wie im ersten Duell die Nerven. Im spektakulären zweiten Viertel verringerte der Titelverteidiger kontinuierlich den Rückstand. Dabei glänzte vor allem Center Booker, dessen Bruder Trevor für die Brooklyn Nets in der NBA spielt, mit zwölf Punkten und sorgte fast im Alleingang für die erste Bayern-Führung zum 37:36 (17. Minute).

          Zur Halbzeit lagen die Berliner aber wieder 46:45 vorne. „Bayern ist mit einer höheren Intensität im zweiten Viertel rausgekommen“, sagte der Berliner Youngster und Flügelspieler Franz Wagner, jüngerer Bruder von Moritz (Los Angeles Lakers), bei Magenta Sport. „Wir haben ein paar dumme Turnover gemacht.“ Nach dem Seitenwechsel wurde die Dominanz des Titelverteidigers noch deutlicher. Die Gäste zogen erstmals auf sieben Punkte davon (27.). Zu Beginn des Schlussviertels wuchs der Vorsprung auf zehn Zähler (33.), ehe Alba das Spiel mit einem 11:0-Lauf, darunter ein Dreier des 18 Jahre alten Wagners zwölf Sekunden vor dem Ende, wieder spannend machte.

          Schon am Sonntag (18.00 Uhr, live auf Sport1 und Magenta Sport) kann München mit einem weiteren Erfolg in eigener Halle den fünften Meistertitel der Vereinsgeschichte perfekt machen.

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