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Basketball-EM : Deutschland droht das Aus

Viel Kampf, wenig Spielfluss: Lucca Staiger reckt sich vergeblich Bild: AP

Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft verliert bei der EM in Slowenien das zweite Spiel in Folge. Nach der 83:88-Niederlage gegen die Ukraine muss die Mannschaft um den Einzug in die Zwischenrunde bangen.

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          „Die spielen gut zusammen“, lobte Nationalspieler Robin Benzing das ukrainische Team. „Jeder weiß, was er machen muss.“ Bei ihm und der deutschen Basketball-Nationalmannschaft war das am Freitagnachmittag nicht so. Deshalb unterlag sie der Ukraine, dem mit nun drei Siegen ungeschlagenen Tabellenführer der Gruppe A, bei der Basketball-Europameisterschaft in Slowenien 83:88. Selbst mit Siegen über Großbritannien am Sonntag (14.30 Uhr/live in der ARD) und Israel am Montag steht das Erreichen der Zwischenrunde für die Auswahl von Bundestrainer Frank Menz damit nicht mehr fest, auch da Belgien einen Tag nach dem Erfolg über Deutschland am Freitagabend Großbritannien mit 76:71 (33:38) bezwang.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Wie bei der Niederlage gegen Belgien startete die diesmal von den beiden Aufbauspielern Heiko Schaffartzik (22 Punkte/11 Assists) und Per Günther (5/4) angeführte Mannschaft furios, wieder brach sie ein; aus einer 13:4-Führung nach gut fünf Minuten wurde ein 16:15. Obwohl Niels Giffey 16 und Robin Benzing 18 Punkte beisteuerten, bekam die junge Mannschaft den Gastgeber der Europameisterschaft 2015 nie unter Kontrolle und lag Mitte der zweiten Halbzeit 16 Punkte zurück (46:62). Bis gut drei Minuten vor Schluss kämpfte sich das Team, angeführt von dem überragenden Schaffartzik, wieder heran. Doch aus dem 74:73 machten der aus Amerika stammende Aufbauspieler Eugene Jeter (19 Punkte), Bruder der ehemaligen Sprint-Weltmeisterin Carmelita Jeter, sowie der 24 Jahre alte Flügelspieler Sergej Gladir (35, davon 5 Dreier) und der 22 Jahre alte Center Kyril Natjaschko (16) ein 88:83.

          Bruch durch zwei Offensivfouls

          Den Bruch im Spiel markierten zwei Offensivfouls; eines von Schaffartzik, der über die Mittellinie in seinen Gegenspieler stürmte, nachdem er lange beim Schiedsrichter reklamiert hatte, dass der Ball schweißnass war, und eines von Center Tibor Pleiß (3 Punkte/11 Rebounds), der beim Angriff zu engagiert einen Block stellte. Bundestrainer Menz bemängelte in den Auszeiten, dass seine Spieler sich nicht unter den Korb spielten, sondern wild von außen schossen (13 Dreier). „Wir spielen mit! Wir gehen zum Korb. Wir werfen nur freie Dreier!“, verlangte er. Sein Team hatte 13 Ballverluste, doppelt so viel wie die Ukraine, und brachten nur 25 von 54 Schüssen ins Ziel (46,3 Prozent). Bei noch schlechterer Quote (45,1) kamen die Ukrainer häufiger zum Schuss: 71 Versuche von ihnen ergaben 32

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