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Basketball-EM : Schröder überragt beim Pflichtsieg gegen die Ukraine

Dennis Schröder überragt beim Spiel gegen die Ukraine. Bild: AFP

Deutschland siegt zum Auftakt der Europameisterschaft gegen die Ukraine. Dabei überzeugt nach holprigem Start vor allem Dennis Schröder – aber auch ein anderer, um den das Team lange bangen musste.

          Die deutsche Basketball-Nationalmannschaft hat ihr Auftaktspiel bei der Europameisterschaft gewonnen. Am Donnerstag schlug die Auswahl von Bundestrainer Chris Fleming die Ukraine in Tel Aviv 75:63. Erfolgreichster und zugleich bester Spieler war Dennis Schröder mit 32 Punkten und einer Trefferquote von mehr als 55 Prozent. Neben ihm überraschte der erstmals nach seiner Verletzung wieder eingesetzte Kapitän Robin Benzing (17) mit einer identischen Treffsicherheit.

          Anno Hecker

          Verantwortlicher Redakteur für Sport.

          Den Erfolg mussten sich die Deutschen hart erarbeiten. Kaum ein Distanzwurf fand im ersten Viertel ins Ziel. Zwar ließen sich die schnellen Aufbauspieler Schröder und Maodo Lo nicht aufhalten. Aber auch sie scheiterten überraschend häufig. Nur neun Punkte erzielte die Nationalmannschaft in den ersten zehn Minuten, die Wurfquote lag bei 13 Prozent. Außerdem beherrschten die Center der Ukraine den Luftraum: 16 Rebounds standen neun der Deutschen gegenüber. So lässt sich auch das nominell schwächste, ohne zwei ihrer NBA-Profis angetretene Team nicht leicht schlagen. Im zweiten Viertel aber variierten Schröder und Co. ihr Spiel, suchten mitunter auch mal das Anspiel des Centers unter dem gegnerischen Korb. Und dann trafen die Deutschen endlich auch von außen: Die Quote stieg bis zur Halbzeit (39:33) von 13 auf 42 Prozent. Dabei hatte Schröder (53 Prozent) den größten Anteil. 18 der 39 Punkte gingen auf sein Konto. Den Rest teilten sich drei Teamkollegen. Das sind zu wenige für die anstehenden Aufgaben.

          Auch Kapitän Robin Benzing zeigte eine starke Leistung.

          Aber Cheftrainer Chris Fleming setzt auf die spielerische Entwicklung, auf Fortschritte im Laufe der Begegnungen. Gesagt, getan. Mit elf Punkten in Serie zeigte sein Ensemble, was in ihm steckt. Die Schwäche des Beginns löste sich auf in ein variableres Spiel im Angriff und in ein aufmerksameres in der Verteidigung. Schröder brillierte mit Assists (sieben), sein Team kam nun auch zu leichten Punkten und zog auf 16 davon (56:40). Erstmals deutete sich ein Klassenunterschied an. Aber der schöne Anschein verflüchtigte sich im letzten Viertel. Fünf Minuten blieben die Deutschen ohne Korberfolg, ehe Schröder von der Freiwurflinie zum 70:61 traf. Der Mann, der das Spiel bestimmte, setzte schließlich den Schlusspunkt mit einem besonderen Timing: mit einem Dreier einen Augenblick vor der Schlusssirene. So soll es weitergehen. Mit einem Signal der Stärke. Der Turnierplan meint es gut mit den Deutschen. Am Samstag treffen sie auf Georgien (14.45 Uhr/Telekom). Die Anforderungen wachsen langsam. Das gibt Spielraum.

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