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Falscher Urin von Sportler : Durch Doping-Probe von Schwangerschaft der Freundin erfahren

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Aus Amerika in die europäischen Top-Ligen: Donell D.J. Cooper (rechts), hier 2015 im Dress von Panathinaikos Athen Bild: Picture-Alliance

Dass er bald Vater wird, war Donell Cooper offenbar nicht bekannt. Nach einer Doping-Kontrolle aber herrscht nun Gewissheit. Dennoch dürfte die Freude getrübt sein.

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          Dumm gelaufen: Nach einem positiven Befund auf ein Schwangerschaftshormon (hCG) in seiner Urin-Probe ist der amerikanische Basketballer Donell Cooper vom Weltverband Fiba wegen Betruges für zwei Jahre gesperrt worden. Dies berichten internationale Medien. Der 28-Jährige, der bis 2018 für AS Monaco spielte, hatte zum Zweck seiner Einbürgerung in Bosnien-Hercegovina eine Doping-Probe abgegeben. Diese Probe stammte aber offenbar von seiner Freundin.

          Im Urin aber wurde das Peptidhormon Human Chorionic Gonatropin nachgewiesen, das Frauen mit Beginn der Schwangerschaft im Körper produzieren. Dass sie ein Kind erwarten, war dem Paar offenbar nicht bekannt. Die Fiba sperrte Cooper mit Wirkung von Juni 2018, sie endet am 20. Juni 2020. Offen ist noch, weshalb Cooper nicht seinen eigenen Urin bei der Probe abgegeben hat.

          Cooper war 2013 bei den Drafts der NBA nicht berücksichtigt worden. Daraufhin zog es ihn nach Europa, er spielte dort in Griechenland, etwa bei Panathinaikos Athen, in Russland und zuletzt auch in Frankreich. Dort wurde er in der ProA 2017 zum „wertvollsten Spieler“ (MVP) gewählt. Im September 2018 verkündete er plötzlich seinen Abschied aus Monaco, aus „familiären Gründen“.

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