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Basketball-Champions-League : Alba überrascht sich selbst

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Berliner Überraschung: Alba gewinnt bei Italiens Serienmeister Montepaschi Siena Bild: dpa

Nach dreijähriger Abstinenz in der Champions League des Basketballs gelingt Alba Berlin eine grandiose Rückkehr. In der Euroleague gewinnt der Hauptstadtklub mit 92:82 bei Italiens Meister Siena. Bamberg ist dagegen in Barcelona chancenlos.

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          Zeit für eine rauschende Party blieb den Basketballern von Alba Berlin nicht - auch wenn sie eigentlich verdient war. Nach dreijähriger Abstinenz in der Champions League des Basketballs sorgte der Hauptstadtklub zum Auftakt der Euroleague für eine gewaltige Überraschung. Bei Italiens Serienmeister Montepaschi Siena landeten die Hauptstädter einen 92:82-Erfolg.

          Der Lohn: Berlin übernahm nach dem ersten Spieltag die Tabellenführung in Gruppe B. Der deutsche Meister Brose Baskets Bamberg war beim spanischen Meister FC Barcelona Regal dagegen chancenlos und verlor mit 60:72. Beide deutsche Vertreter in der europäischen Königsklasse sind bereits am Sonntag in der Bundesliga gefordert. Die Süddeutschen treten bei den Artland Dragons in Quakenbrück an, Alba empfängt Phoenix Hagen (jeweils 17.00 Uhr).

          Als in Siena die Schlusssirene ertönte, war es geschafft. Die Berliner hatten gegen den siebenmaligen italienischen Meister ein deutliches Ausrufezeichen an die Konkurrenz gesetzt. „Es war ein großer Sieg“, brachte es Berlins neuer Trainer Sasa Obradovic auf den Punkt. „Und das nicht nur, weil sieben meiner Spieler zum ersten Mal Euroleague gespielt haben. Hier in Siena herrscht eine unglaubliche Atmosphäre. Es ist eine der schwierigsten Hallen, in der man spielen kann.“

          Doch trotz der vielen Neuen im Alba-Team agierte der Hauptstadtklub souverän und abgeklärt. Bester Alba-Werfer war DaShaun Wood mit 15 Punkten. Mit einem 15:0-Zwischensprint zum 59:45 nach der Halbzeit legten die Berliner den Grundstein zum ersten Sieg der Vereinsgeschichte über Siena - zuvor hatte es vier Niederlagen gegeben.

          „Meine Spieler haben schnell die Köpfe hängen lassen“

          „Wir waren sehr diszipliniert, haben alles gemacht, was dazu gehört und mit Köpfchen gespielt“, sagte Sportdirektor Mithat Demirel der „Bild“-Zeitung (Samstag). Nihad Djedovic, der 14 Punkte erzielte, meinte: „Es war ein sehr wichtiger Sieg für uns, vor allem, weil wir ein neues Team in der Euroleague sind.“ Nur aufgrund einer Wildcard darf Berlin diese Saison in der höchsten europäischen Spielklasse antreten.

          Der deutsche Meister aus Bamberg verpasste dagegen eine Überraschung in Barcelona. „Wir haben in der Anfangsphase gute Würfe gehabt, diese aber nicht versenkt. Dann haben meine Spieler schnell die Köpfe hängen lassen“, erklärte Brose-Coach Chris Fleming. Mit einem 15:0-Lauf zogen die Spanier schnell auf 26:9 davon. Bester Werfer der Franken war Bostjan Nachbar, der 20 Punkte erzielte.

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