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Basketball-Bundesliga : Aufregendes Finalturnier in Aussicht

Marco Baldi: Sportlich aufregendes Finalturnier als filigrane Brücke in die nächste Saison. Bild: dpa

Das Hygienekonzept ist geschrieben. Die Basketballer sind bereit. Nun muss Bayerns Politik entscheiden, ob das Finalturnier stattfinden darf. 250 Spieler, Trainer und Schiedsrichter würden dafür in Quarantäne gehen.

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          Der Fußball ist zurück, und ob Basketball als einzige andere Bundesliga ihren Meister ausspielen wird, entscheidet Bayern. Am Dienstag werden von der Staatskanzlei des Freistaates Genehmigung oder Absage des Turniers erwartet, mit dem vom ersten Juni-Wochenende an in München zehn Klubs um die Meisterschaft spielen wollen.

          Michael Reinsch
          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Optimistisch stimmt die Beteiligten, dass Ministerpräsident Markus Söder sich schon für den Fußball stark machte. Darüber hinaus wird das Schutzkonzept als strikter und sicherer als das der Fußballspieler angesehen. Rund 250 Spieler, Trainer und Schiedsrichter sollen bis zu drei Wochen lang in Hotel und Sporthalle in Quarantäne gehen. Organisator des Turniers ist Bayern München, Meister von 2018 und 2019. Sieben Teams haben sich gegen die Teilnahme entschieden.

          Marco Baldi, der Manager des achtmaligen Meisters Alba Berlin, Pokalsieger dieser Saison, begründete am Sonntag auf der Website seines Klubs die Entscheidung, sich auf das Turnier vorzubereiten als „Versuch, unserer über 30 Jahre kontinuierlich und mit viel Herzblut aufgebauten Position und Rolle gerecht zu werden. Sie kreativ auszuüben und in eine Zukunft zu führen“. Ein „sportlich aufregendes Finalturnier“ wäre „eine filigrane Brücke in die nächste Saison. Und ein wichtiger Schritt in die Zukunft in dieser für alle so herausfordernden Zeit.“

          Baldi weist darauf hin, dass Alba Berlin 150 Arbeitsplätze habe und wöchentlich mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche an Schulen und Kindertagesstätten sowie in den Mannschaften des Vereins betreue. Da wegen der Corona-Krise Vereine und Sportanlagen geschlossen sind, bietet Alba im Internet Vorschülern, Grund- und Oberschülern eine tägliche Sportstunde an. „Jede einzelne Entscheidung hat ihre Gründe und Hintergründe. Niemand kann aktuell mit Bestimmtheit sagen, ob sie alle richtig und angemessen getroffen wurden“, schreibt Baldi. „Das gilt derzeit wohl für alle Lebensbereiche. Aber Entscheidungen mussten getroffen werden. Auch wir haben das getan.“

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