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Basketball-Bundesliga : Überraschung beim Meisterturnier in München

  • Aktualisiert am

An Einsatz mangelte es den Spielern aus Göttingen und Crailsheim nicht. Bild: dpa

Der Auftakt beim Meisterturnier ist gemacht: Die Basketball-Bundesliga spielt trotz der Corona-Krise wieder. Zum Start gibt es gleich zwei dicke Überraschungen

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          Die BG Göttingen hat das Auftaktspiel beim Meisterturnier der Basketball-Bundesliga gewonnen. Die Niedersachsen setzten sich am Samstag in München gegen die Hakro Merlins Crailsheim mit 89:78 (51:42) durch und machten damit einen ersten Schritt in Richtung Playoffs. Überragender Akteur bei den Göttingern war Bennet Hundt. Der 21 Jahre alte Jungnationalspieler war mit 30 Punkten bester Werfer und stellte eine persönliche Karrierebestleistung auf.

          89 Tage nach den letzten Begegnungen erzielte Hundt auch die ersten drei Punkte des Meisterturniers. „Ich habe mich von Anfang an gut gefühlt. Der erste Dreier ist gleich reingegangen, von da an lief es“, sagte Hundt nach der Partie bei Magentasport.

          Auch das zweite Spiel des Abends endete mit einer Überraschung. Turnierausrichter und Titelverteidiger Bayern München verlor im heimischen Audi Dome ohne Zuschauer überraschend gegen ratiopharm Ulm mit 85:95 (40:41). Im ersten Spiel nach der Corona-Unterbrechung lief bei den Bayern nicht viel zusammen. Das Fehlen von Star-Center Greg Monroe war deutlich zu merken. Ulm überzeugte dagegen mit einem geschlossenen Auftritt. Bester Werfer bei den Ulmern war Tyler Harvey mit 21 Punkten, bei den Bayern kam Vladimir Lucic auf 23 Zähler.

          Bis kurz vor Beginn des ersten von insgesamt 35 Spielen hatten die Verantwortlichen im Audi Dome noch an den letzten Hygiene-Maßnahmen gefeilt, dann flog wieder der Basketball durch die Luft. Ein paar Verantwortliche der Liga um BBL-Geschäftsführer Stefan Holz, eine Handvoll Sanitäter, Feuerwehrleute und Sicherheitspersonal sowie wenige Medienvertreter – das waren neben der Entourage der beiden Teams die einzigen Zuschauer im sonst bei den Heimspielen von Bayern München mit 6700 Zuschauern brodelnden Audi Dome.

          Dennoch bedeutete der Neustart für die Liga einen fast schon historischen Moment. Während im Handball und Eishockey die Saison längst abgebrochen wurde, ermitteln die Basketballer unter strengen Hygienevorschriften bis zum 28. Juni doch noch ihren deutschen Meister. Alle Teams sind dafür in einem Münchner Hotel abgeschottet, um das Risiko von Corona-Infektionen zu minimieren.

          Infografik Basketball-Bundesliga 2020
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          Sportlich zeigten Göttingen und Crailsheim zum Auftakt trotz der sehr kurzen Vorbereitungszeit eine sehr ansehnliche Partie. Vor allem die Göttinger, zum Zeitpunkt der Saisonunterbrechung Anfang März als Tabellenneunter knapp außerhalb der Playoffränge, erwischten einen guten Start. Trotz einiger prominenter Abgänge dominierten die Niedersachsen die Partie gegen das Überraschungsteam der Saison und lagen zur Pause mit neun Punkten vorne (51:42).

          Nach dem Seitenwechsel fand Crailsheim zwar besser in die Partie und kam durch einige erfolgreiche Dreier wieder heran. Doch angetrieben vom überragenden Hundt überstanden die Göttinger diese Schwächephase und feierten einen wichtigen Sieg auf dem möglichen Weg in die Playoffs. Dafür ist mindestens Platz vier in der Fünfer-Gruppe nötig.

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