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Basketball : Bayern wirft Alba raus

  • Aktualisiert am

Meistens sind die Bayern obenauf: auch beim Basketball gegen Berlin Bild: dpa

Für Alba Berlin ist die Saison schon nach der ersten Playoff-Runde vorbei. Der Pokalsieger verliert auch das dritte Spiel gegen Bayern München.

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          Alba Berlin hat sich sang- und klanglos aus den Playoffs der Basketball-Bundesliga verabschiedet. Der Pokalsieger verlor am Sonntag auch das dritte Viertelfinalspiel bei Bayern München mit 83:89 und steht damit wieder einmal vor einem Neuanfang. Die Bayern schafften dagegen zum ersten Mal seit dem Aufstieg den Sprung ins Halbfinale, wo der Sieger des Duells zwischen Titelverteidiger Brose Baskets Bamberg und Phoenix Hagen wartet.

          Im Schnelldurchgang buchte auch ratiopharm Ulm das Ticket für die Vorschlussrunde. Gegen seinen Lieblingsgegner Artland Dragons feierte der Vizemeister am Samstag beim 94:74 den dritten Sieg im dritten Spiel der „Best-of-Five“-Serie und darf damit weiter vom ersten Meistertitel der Clubgeschichte träumen. Gegner der Schwaben im Halbfinale sind entweder die EWE Baskets Oldenburg oder die Telekom Baskets Bonn. Die Oldenburger führen in dieser Serie nach dem 97:67 vom Samstag mit 2:1. Spiel vier findet am Mittwoch in Bonn statt.

          „Eine Serie mit 3:0 zu gewinnen ist eine tolle Leistung. Und wenn einem das dann noch gegen ein Team wie Alba gelingt ist das schon etwas Besonderes“, sagte Bayern-Trainer Svetislav Pesic nach dem entscheidenden Sieg im Pay-TV-Sender „Sport1+“. Bester Werfer bei den Bayern war wieder einmal Tyrese Rice mit 20 Punkten. Bei den Berlinern, die wie im Vorjahr bereits im Viertelfinale ausschieden, kam Heiko Schaffartzik auf 17 Zähler.

          Alba wacht zu spät auf

          Alba zeigte auch im dritten Duell der Serie lange Zeit eine enttäuschende Vorstellung und wachte viel zu spät auf. Trotzdem hätten die Berliner die Partie am Ende fast noch gedreht. Aus einem 15-Punkte-Rückstand drei Minuten vor dem Ende machten die Gäste noch einmal ein Drei-Punkt-Spiel (83:86), doch Bayern rettete den Sieg über die Zeit.

          „Ich bin trotzdem sehr stolz auf meine Mannschaft. Sie hat bis zum Schluss alles gegeben“, meinte Alba-Coach Sasa Obradovic. Ob der Serbe nach dem frühen K.o. Trainer bleibt, werden die kommenden Tage zeigen. Trotz des Pokalsieges und einiger Achtungserfolge in der Euroleague bleiben bei ALBA viele Fragen offen.

          Ulmer Sehnsucht

          Die Ulmer gönnten sich nach dem Halbfinaleinzug erst einmal eine kleine Pause. „Wir werden jetzt zwei Tage frei machen und erst am Dienstag wieder trainieren“, kündigte Ulms Trainer Thorsten Leibenath an. Aber nach einer kurzen Verschnaufpause geht es für die Schwaben dann wieder in die Vollen. „Wir werden weiter hart arbeiten und im Halbfinale wieder angreifen“, sagte Leibenath. Schließlich ist die Sehnsucht der Ulmer nach einem großen Titel weiter ungestillt.

          Matchwinner für die Schwaben war dieses Mal Keaton Nankivil - und das, obwohl der Amerikaner wegen Schmerzen im Arm die Woche nicht trainieren konnte. „Da habe ich ihm einfach gesagt, dann spielst du halt ohne Training und das hat er richtig gut gemacht“, lobte Leibenath den 24-Jährigen, der mit 15 Punkten bester Werfer bei den Hausherren war. Damit beendete Nankivil auch die Trainerkarriere von Stefan Koch bei den Dragons. Der 49-Jährige wird seinen Vertrag in Quakenbrück aus persönlichen Gründen nicht verlängern und saß am Samstag zum letzten Mal auf der Artland-Bank.

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