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Basketball : Bayern starten mit hart umkämpftem Sieg

  • Aktualisiert am

Ende gut, alles gut: Die Bayern-Spieler feiern den Auftaktsieg Bild: dpa

Der Meisterschaftsfavorit bekommt nichts geschenkt. Zum Auftakt der Basketball-Bundesligasaison muss Bayern München in Bonn lange kämpfen. Am Sonntag steht nun das erste Spitzenspiel an.

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          Die Basketballer von Bayern München haben einen erfolgreichen Auftakt in die neue Bundesliga-Spielzeit gefeiert. Bei den Telekom Baskets Bonn kam der Titelfavorit am Donnerstag zu einem 87:82 (43:46)-Erfolg, tat sich dabei aber extrem schwer. Nur mit viel Mühe wendete das vor der Saison enorm verstärkte Team von Trainer Svetislav Pesic einen Fehlstart ab.

          Für die Bayern war es nach zwei Niederlagen in den beiden vergangenen Spielzeiten der erste Sieg in Bonn überhaupt. Bester Werfer bei den Gästen war vor 6000 Zuschauern im ausverkauften Telekom Dome Nihad Djedovic mit 17 Punkten. Bei den Bonnern kam Jamel McLean auf 21 Zähler. „Ich muss der Mannschaft ein großes Kompliment machen. Dass wir noch nicht eingespielt sind, hat man gesehen. Die Jungs haben aber großen Kampfgeist gezeigt“, sagte Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic. „Hauptsache gewonnen“, meinte Center Yassin Idbihi, der die Partie am Ende fast im Alleingang drehte.

          Am Sonntag kommt es nun in München zum ersten Spitzenspiel der Saison. Dann empfangen die Bayern Titelverteidiger Bamberg im Audi Dome. Die Brose Baskets gewannen am Mittwoch ihr Auftaktspiel gegen den Mitteldeutschen BC ohne Probleme mit 86:70 (45:42). Seit 2009 sind die Franken immer mit einem Sieg in die Saison gestartet. „Schön, dass es wieder losgeht“, kommentierte Trainer Chris Fleming daher nach dem ersten Saisonsieg zufrieden.

          Nach anfänglichen Schwierigkeiten setzte sich der Meister der vergangenen vier Jahre nach dem Seitenwechsel kontinuierlich ab. Bester Werfer bei den Gastgebern war Neuzugang Zachary Wright mit 23 Punkten.

          Beginn ohne Nationalspieler

          Bayern-Coach Svetislav Pesic begann im Telekom Dome zunächst ohne einen seiner deutschen Nationalspieler. Stattdessen standen fünf ausländische Neuzugänge in der Startformation des Titelfavoriten. Die Mischung schien zunächst zu stimmen, kurz vor Ende des ersten Viertels setzten sich die Gäste erstmals auf neun Punkte ab.

          Zu Beginn des zweiten Abschnitts bauten die Bayern ihren Vorsprung zwischenzeitlich sogar auf 13 Zähler aus (34:21), doch dann kehrte bei den Münchnern plötzlich der Schlendrian ein. Bonn machte 13 Punkte in Serie und glich die Partie beim Stand von 34:34 wieder aus. Kurz darauf brachte Youngster Florian Koch die Hausherren mit einem Dreipunktwurf sogar erstmals in Führung (37:36) und den Telekom Dome zum kochen. Zur Pause lagen die Bayern mit 43:46 zurück. „Man hat gesehen, wie gut wir spielen können. Leider waren wir danach etwas zu unkonzentriert“, kommentierte Marko Pesic zur Halbzeit.

          Harte Gegenwehr: Bonn (mit Ryan Brooks,l.) macht den Bayern (mit Bryce Taylor) das Lebens schwer

          Auch danach leisteten sich die Bayern zu viele leichte Fehler. Die Telekom Baskets zogen auf 66:53 davon, zudem kassierte Münchens Point Guard Malcolm Delaney auch noch sein viertes Foul. „Zieht den Bayern die Lederhosen aus“, hallte es durch die ausverkaufte Arena. Doch gegen Ende des dritten Abschnitts fingen sich die Bayern wieder und kamen bis zum Start des Schlussviertels wieder auf fünf Punkte heran (63:68).

          In den letzten zehn Minuten entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch. Zunächst konnten die Gastgeber ihre Führung behaupten, aber dann setzte sich die größere Routine des Münchner Starensembles doch durch. Nationalspieler Heiko Schaffartzik machte kurz vor Schluss mit zwei verwandelten Freiwürfen alles klar.

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