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Basketball : Alba wird zum Lieblingsgegner der Skyliners

  • -Aktualisiert am

Weiter auf dem Weg nach oben: Die Frankfurt Skyliners führen gegen Alba Berlin mit 2:0 Bild: Wonge Bergmann

Nach dem 76:63-Sieg im zweiten Spiel des Playoff-Viertelfinals führen die Frankfurter Außenseietr 2:0 gegen den Berliner Favoriten. Alba steht somit vor dem aus, Frankfurt mit einem Bein im Halbfinale.

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          FRANKFURT. Das Zauberwort heißt „sweep“ – wegwischen. Die Frankfurt Skyliners haben an diesem Sonntag die Möglichkeit, Alba Berlin mit 3:0-Siegen aus dem Rennen um den Einzug ins Halbfinale der Basketball-Bundesliga zu fegen. Am Donnerstagabend besiegten die Frankfurter in einer spektakulären Begegnung das Team aus der deutschen Hauptstadt 76:63 und liegen nun in der Serie „best of five“ 2:0 in Führung. Um die Runde der besten Vier zu erreichen, müssen die Skyliners also nur noch eines von drei Spielen gewinnen. Die erste Chance dazu bietet sich am Sonntag in der Berliner Arena (17 Uhr).

          Alba wirkte beim Auftritt in Frankfurt müde und hatte die ganze Begegnung über Probleme, den Anschluss zu halten. Am Ende verhalf den Hessen ein tolles Schlussviertel zu einem von den 5000 Fans in der ausverkauften Ballsporthalle umjubelten Sieg – dem dritten in dieser Saison. „Dass wir gegen Berlin wieder gewonnen haben, hat mich nicht überrascht“, sagte Kamil Novak, der Sportdirektor der Skyliners, „aber die Höhe unseres Sieges schon.“ Erfolgreichster Werfer der Hessen war Derrick Allen mit 19 Punkten, Seth Doliboa (13 Punkte) und Pascal Roller (10) überzeugten vor allem in der zweiten Halbzeit. „Seth und Pascal hatten vor der Pause Probleme“, sagte Skyliners-Cheftrainer Gordon Herbert, „im letzten Viertel waren es diese beiden Spieler, die den Unterschied ausgemacht hatten.“

          Schon vor der Partie war wieder einmal von Turbulenzen bei Alba zu hören gewesen. Zwei Tage vor dem Spiel hatte der Klub lapidar vermeldet, dass Power Forward Jurica Golemac aus disziplinarischen Gründen mit sofortiger Wirkung suspendiert sei und die Reise nach Frankfurt nicht antreten werde. Zwischen dem slowenischen Nationalspieler und dem Verein aus der Hauptstadt scheint das Zerwürfnis groß zu sein. Laut Alba-Geschäftsführer Marco Baldi wird Golemac, der bis auf das zurückliegende Spiel gegen Frankfurt eine gute Saisonleistung vorweisen konnte, nicht mehr für Berlin spielen. Sicherlich nicht nur aus diesem Grund hatte der Berliner Trainer Luka Pavisevic eingeräumt: „Wir befinden uns in einer schwierigen Situation.“

          Den Heimvorteil wieder nach Berlin zu holen, dies war das Ansinnen der Profis von Alba. Dass die Skyliners bei ihrem ersten Viertelfinale in eigener Halle dagegen allerhand zu unternehmen gedachten, war vorauszusehen. Und so gingen sie auch in die zweite Partie gegen Berlin: motiviert, konzentriert – und am Ende sehr erfolgreich. Alba beeindruckte im ersten Viertel mit einer beweglichen Abwehr, doch die Skyliners ließen sich nicht ernsthaft aus dem Konzept bringen. 13:12 führten sie nach dem ersten Viertel und waren dabei von Anfang an die bestimmende Mannschaft. Die leichte Überlegenheit konnten die Frankfurter im zweiten Viertel sogar noch ein wenig ausbauen und gingen nach einem Dreipunktewurf von Jimmy McKinney und einem Korbleger von Allen 28:20 in Führung. Alba ist aber eine Mannschaft mit vielfältigen Möglichkeiten, welche die Skyliners dann auch zu spüren bekamen. Und so schmolz der Vorsprung dahin. Bis auf 30:31 war die Mannschaft von Trainer Pavicevic an den Gegner aus Hessen herangekommen. Doch 1,5 Sekunden reichten den cleveren Skyliners noch, um den Vorsprung zu Halbzeit auf 35:31 zu erhöhen. McKinney wurde geschickt freigespielt und traf per Distanzwurf zum umjubelten Pausenstand. „Frankfurt hat wichtige Würfe genommen“, sagte Pavicevic, und habe damit seiner Mannschaft das „Momentum gestohlen. Das hat uns das Genick gebrochen.“

          Es ging spannend weiter – und zeitweise kam Hektik auf. Als Alba durch Freiwürfe von Chubb die 48:47-Führung eroberte, blieben die Skyliners noch ruhig. Aber vier umstrittene Schiedsrichterentscheidungen in kurzer Folge, ließen Unruhe aufkommen. Cheftrainer Herbert stritt sogar einmal gesten- und wortreich mit einem der Unparteiischen. Doch die Frankfurter behielten die Nerven. 58:53 lagen sie nach dem dritten Viertel wieder vorne. Und es kam noch besser. Einen 11:0-Lauf hatten die Hessen schon lange nicht mehr gezeigt. Gegen Berlin zogen sie unter dem Jubel der Fans auf 69:53 davon. „Wir haben unsere Systeme diszipliniert und konzentriert durchgespielt“, sagte Roller nach der Partie, während der Jubel der Fans um ihn brauste. Und „sweep“ ist auch für den Kapitän ein sympathisches Wort. „Aber das sagt sich so leicht.“ Immerhin gestand Roller dann doch ein: „Unsere Ausgangsposition ist gut.“

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