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Basketball : Alba im Finale - Skyliners chancenlos

Doppelter Abschied für Pascal Roller: von den Playoffs und seiner aktiven Karriere Bild: dpa

Fünftes Spiel, fünfter Auswärtssieg: Alba Berlin zieht mit einem 87:68 ins Finale der Basketball-Bundesliga ein und trifft auf Bamberg. Für den Frankfurter Spielmacher und Ex-Nationalspieler Pascal Roller ist es ein trauriger Abschied.

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          Das hat es noch nie gegeben in der Basketball-Bundesliga. Fünf Play-off-Spiele in der Serie „best of five“ und fünf Auswärtssiege. Die Profis von Alba Berlin haben es geschafft. 87:68 siegte das Team von Cheftrainer Muli Katzurin am Abend des Himmelfahrtstag bei den Frankfurt Skyliners. 5.000 Zuschauer sahen in der Frankfurter Ballsporthalle eine überzeugende Leistung, mit der die Berliner in einer Saison voller Höhen und Tiefen mit ihrem zwölften Einzug in ein Endspiel zurück zu alter Stärke fanden. Alba tritt nun an diesem Sonntag im ersten Spiel des Finales bei den Baskets Bamberg an (15.45 Uhr).

          Als noch eine Minute und 16 Sekunden zu spielen waren, kam Pascal Roller noch einmal aufs Parkett. 66:87 lag seine Mannschaft da schon zurück - und für den Frankfurter Kapitän waren es die letzten Sekunden als Basketballprofi. Mit Sprechchören wurde Roller von den Fans verabschiedet. Vier Punkte hatte der Spielmacher in seinem letzten Auftritt für die Skyliners erzielt. Bester Frankfurter Schütze war Quantez Robertson mit 20 Punkten. Für Berlin war Yassin Idbihi am treffsichersten (16 Punkte). Roller war sichtlich bewegt nach seiner Verabschiedung fand aber dennoch Worte der Analyse: „Berlin hat die Serie verdient gewonnen, „wir haben es einfach nicht geschafft, unser Spiel zu spielen.“

          Verblüffte Frankfurter, Berliner Mauer

          Dass der Ausgang des letzten Aufeinandertreffens im Halbfinale vor allem eine Frage der Psyche sein könnte, darüber waren sich zuvor alle einig gewesen. Sowohl der Frankfurter Trainer Herbert als auch sein Berliner Kollege Katzurin hatten das Wort „Kopfsache“ gewählt, um das wohl wichtigste Kriterium des Erfolges zu umreißen. Der Druck, endlich wieder einmal in die finale Serie der Bundesliga vordringen zu können, war deutlich spürbar. Seit 2008 war der achtmalige deutsche Meister Alba war nicht mehr im Finale gewesen. Entsprechend schwungvoll kamen die Berliner ins Spiel. Hoch motiviert und ebenso konzentriert waren sie die bestimmende Mannschaft des ersten Viertels. Flott zogen sie an den verblüfften Hessen vorbei und lagen nach einem Mitteldistanzwurf von Lucca Staiger 16:5 in Führung.

          Frankfurt bleibt im fünften Spiel ohne Chance

          Die Berliner Abwehr war in dieser Phase eine schwer zu überwindende Mauer. Schnell, aggressiv und überaus beweglich unterband die Alba-Defensive auch die Tempoattacken des Frankfurter Spielmachers Wood. „Wood kann man nur mit guter Team-Verteidigung beikommen“, hatte der Berliner Nationalspieler Heiko Schaffartzik vor der Partie angekündigt. Seine Mannschaft bewies spielend, dass er richtig lag mit dieser Einschätzung. Nur ein Punkt seiner insgesamt neun Punkte glückte Wood in den ersten zehn Minuten, nach denen Alba 26:13 in Führung lag. Im zweiten Viertel war Berlin zunächst noch bestimmend und zog nach einem Distanzwurf von Julius Jenkins auf 31:13 davon.

          Kurzes Frankfurter Zwischenhoch

          Erst fünf Minuten vor der Pause fand Frankfurt etwas besser ins Spiel. Vor allem Roger Powell sorgte für neuen Schwung in der Skyliners-Offensive. Und auch Wood wirkte nun sicherer. Sein Korbleger zum 33:42 reduzierte den Frankfurter Rückstand wieder auf eine einstellige Punktzahl. Mit exakt diesem Rückstand ging es beim 36:45 in die Pause. Es folgte ein Frankfurter Zwischenhoch. Bis auf 46:50 brachte Robertsons Dreipunktewurf die Frankfurter an Berlin heran, doch wenig später hatte sich der Rückstand nach einem Dreier des gerade eingewechselten Sven Schultze zum Zwischenstand von 58:46 wieder verdreifacht.

          Das Team aus der Hauptstadt war nun kaltblütiger als das aus Frankfurt. Gelassen spielte Alba die letzten Sekunden des Viertels herunter, der Ball kam zu Schultze - und der verwandelte mit der Sirene von jenseits der Dreierlinie aus zum 65:48 für Berlin. Viel mehr glückte den Hessen dann auch im letzten Viertel nicht mehr - und Berlin schwebte voller Glück zum Sieg, der Alba endlich wieder ins Bundesligafinale bringt.

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