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Basketball : Alba erkämpft sich Endspiel in Bamberg

Alleingang: Berlins Guard Julius Jenkins punktet Bild: dapd

Alba Berlin gleicht gegen den deutschen Meister aus Bamberg in den Play-offs der Basketball-Bundesliga aus. Die Entscheidung fällt im fünften Spiel in Bamberg - dort ist der Titelverteidiger in dieser Saison noch ungeschlagen.

          2 Min.

          Die Entscheidung im Finale um die deutsche Basketball-Meisterschaft wird erst an diesem Samstag fallen: Alba Berlin hat eine entscheidende fünfte Partie gegen die Baskets Bamberg erzwungen. Das Team aus der Hauptstadt gewann am Dienstagabend Match vier gegen den Titelverteidiger 87:67 und glich in der „Best-of-Five“-Serie zum 2:2 aus. Erfolgreichste Berliner Spieler beim zweiten Heimsieg und dem vielleicht besten Spiel der Berliner waren vor 14.100 Zuschauern in der O2-World von Berlin Derrick Allen mit 18 Punkten sowie Taylor Rochestie und Yassin Idbihi mit jeweils 13. Bei den Bambergern kamen Kyle Hines auf 16 und Brian Roberts auf 14 Punkte.

          Michael Reinsch

          Korrespondent für Sport in Berlin.

          Wieder begannen die Berliner mit einem Rückstand, aber diesmal ließen die Bamberger, obwohl sie neun Punkte voraus waren, ihn sich wieder abjagen. Mit geradezu grausamer Stetigkeit eroberten die Berliner sich den Ball und holten Korb um Korb auf. Am Ende standen 36:17 Rebounds zu Buche. „Wenn ich sehe, dass die Berliner Aufbauspieler Rochestie und Schaffartzik je sechs Rebounds geholt haben“, schimpfte der Bamberger Trainer Chris Fleming, „und unsere vier Center zusammen nur sieben, dann ist das zu wenig Einsatz für ein Finalspiel.“ Ihm und seinem Team war schon früh die Meisterfeier in Berlin verdorben. Wollen die Bamberger ihren Titel verteidigen, müssen sie am Samstag das Team besiegen, das im Halbfinale gegen Frankfurt drei Mal auswärts siegte.

          Den schönsten Korb des Abends erzielte Tibor Pleiß. Seinem Bewacher Miroslav Raduljica entwischt, sprang er in dem Moment ab, als sein Spielmacher John Goldsberry den Ball hoch auf den Berliner Korb warf - ein Alley Hoop, ein Schauspiel schon in der 16. Minute des Spiels, doch auch das war nur zwei Punkte wert. Und damit letztlich nichts. Zudem war es der einzige Treffer von Pleiß aus dem Spiel: drei weitere Würfe gingen ins Leere.

          Berlins Taylor Rochestie (rechts) kämpft mit Bambergs Kyle Hines um den Ball
          Berlins Taylor Rochestie (rechts) kämpft mit Bambergs Kyle Hines um den Ball : Bild: dpa

          Das Konfetti bleibt im Eimer

          Bei Halbzeit führte Alba Berlin schon mit fünf Punkten (42:37), und schon da sah alles danach aus, dass das Konfetti in den Eimern bleiben sollte, die für eine feucht-fröhliche Nachspielzeit unter der Hallendecke hingen. Zum Schluss lagen die Bamberger zwanzig Punkte zurück, obwohl das zweieinhalb Minuten vor Schluss eingewechselte Talent Maurice Stuckey zwei Dreier schoss; Aufbauspieler John Goldsberry dagegen warf in fast 14 Minuten Spielzeit nicht ein einziges Mal auf den Korb. Die Berliner leisteten sich eine ähnliche Auszeit. Julius Jenkins, der bis dahin elf Punkte erzielt hatte, blieb im gesamten letzten Viertel auf der Bank.

          Den eindrucksvollsten Treffer erzielte Yassin Idbihi zweieinhalb Minuten vor Schluss. Da hatte sich Pleiß einen Rebound geschnappt und schien damit so zufrieden, dass er sich den Ball von seinem Center-Kollegen aus der Nationalmannschaft aus der Hand nehmen und punkten ließ. Immerhin stehen zwei Rebounds für ihn zu Buche. Bamberg und Berlin haben nun beide ihre Heimpartien gewonnen, die Franken 90:73 und 90:74, die Berliner 80:71 und 87:67.

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