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Basketball : Bamberg entthront Alba im Pokal-Halbfinale

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Brad Wanamaker (rechts) ist der überragende Bamberger im Duell mit Alba Berlin Bild: Imago

Alba Berlin wollte im Basketball-Pokal den Hattrick. Im Halbfinale aber muss der Hauptstadt-Klub eine herbe Pleite hinnehmen. Bamberg siegt 86:65 und trifft im Finale auf den Gastgeber.

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          Die Brose Baskets haben den müden Titelverteidiger Alba Berlin entthront und fordern im Pokal-Endspiel Gastgeber EWE Baskets Oldenburg heraus. Schon Minuten vor der Schlusssirene stimmten die Bamberger Fans beim unerwartet deutlichen Vorschlussrunden-Sieg über den Erzrivalen die ersten „Finale“-Gesänge an. Mit 86:65 (44:30) verhinderten die überlegenen Basketballer aus Franken am Samstag frühzeitig den Cup-Hattrick der Berliner, die noch deutlich vom Euroleague-Aus am Donnerstag gezeichnet waren.

          „Wir haben es ausgenutzt, dass Alba zwei Tage zuvor ein schweres Spiel hatte“, sagte Bambergs Coach Andrea Trinchieri mit Blick auf das harte Programm der Berliner. Auch Nationalspieler Elias Harris zollte dem unterlegenen Gegner Respekt für „eine harte Schlacht“.

          Im zweiten Halbfinale zog Oldenburg durch das 77:71 (35:43) über die Telekom Baskets Bonn in sein erstes Pokal-Finale ein. „Wir waren sehr nervös in der ersten Halbzeit“, sagte EWE-Trainer Mladen Drijencic, der sich mit der Leistungssteigerung zufrieden zeigte: „Diesen Einsatz müssen wir mitnehmen in das nächste Spiel.“

          Am Sonntag (14.00 Uhr / Live im ZDF) hofft Bamberg dann auf den vierten Triumph im BBL-Pokal. Bester Werfer der Franken war der überragende amerikanische Aufbauspieler Bradley Wanamaker mit 22 Punkten.

          Obradovic schimpft und gibt ein Versprechen

          Zwei Tage nach der kräftezehrenden Niederlage gegen Maccabi Tel Aviv war dem Pokalsieger der vergangenen beiden Jahre aus Berlin die Müdigkeit deutlich anzumerken. „Bamberg hatte es mehr verdient, wir waren körperlich und mental leer“, sagte Trainer Sasa Obradovic. „Wenn wir sie in der Zukunft treffen, wird es ein ganz anderes Spiel. Das verspreche ich.“

          Wie schon gegen Tel Aviv kam Alba zunächst mit der physischen Spielweise des Kontrahenten nicht zurecht und zeigte ungewohnte defensive Nachlässigkeiten. Vor allem den quirligen Wanamaker bekam die Mannschaft von Coach Sasa Obradovic nicht in den Griff.

          Beim Stand von 4:9 nahm der tobende Obradovic eine Auszeit, das 6:16 durch einen krachenden Dunk von Trevor Mbakwe nahm der Serbe nur noch ungewohnt stoisch zur Kenntnis. Wie schon gegen Tel Aviv enttäuschten die Anführer Jamel McLean und Reggie Redding in den ersten 20 Minuten - doch Alba kam mit einer anderen Einstellung aus der Kabine. Fast fünf Minuten blieb Bamberg ohne Korberfolg und musste nach einem 2:14-Lauf noch einmal zittern.

          Nach der Schwächeperiode fing sich Bamberg allerdings wieder. Mit der Schlusssirene des dritten Viertels dunkte Mbakwe über Leon Radosevic zum 62:53, die Dreier zum Beginn des vierten Viertels von Ryan Thompson und Harris entmutigten Berlin endgültig. Statt des erhofften Krimis wurden die letzten Minuten zum Bamberger Schaulaufen.

          Beide Teams zeigen in Schlussphase Nerven

          Enger ging es im zweiten Semifinale zu. Im dritten Viertel führte Bonn zeitweise schon mit neun Punkten und durfte auf sein viertes Pokal-Finale seit 2005 hoffen. Doch Oldenburgs Point Guard Casper Ware (14) sorgte kurz vor der letzten Viertelpause für die umjubelte 57:56-Führung der Niedersachsen.

          In einer engen Schlussphase zeigten beide Teams Nerven, Oldenburgs 33 Jahre alter Center Adam Chubb sorgte von der Freiwurflinie für die Vorentscheidung. Für den Meister von 2009 bietet sich im Finale die Chance, eine bislang enttäuschende Saison vergessen zu machen.

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