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Gold für Bahnrad-Vierer : „Das war echt ein Traum“

  • Aktualisiert am

Franziska Brauße, Lisa Brennauer, Mieke Kröger und Laura Süßemilch gewinnen nun auch noch die Weltmeisterschaft. Bild: Picture Alliance

Die Goldmedaille bei Olympia und den Sieg bei den Europameisterschaften haben sie schon. Nun gewinnt der Damen-Vierer auf der Bahn auch noch den Weltmeisterschaftstitel.

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          Der deutsche Bahnrad-Vierer der Frauen hat mit einer Demonstration der eigenen Stärke den WM-Titel in der Teamverfolgung erobert und damit das Triple aus Gold bei Olympia, EM und WM perfekt gemacht. In der Besetzung Franziska Brauße, Lisa Brennauer, Mieke Kröger und Laura Süßemilch schlug das Quartett in Roubaix in 4:08,752 Minuten Rivale Italien mit klarem Vorsprung und vollendete damit einen rundum dominanten Auftritt, der mit dem Sieg in der Qualifikation begonnen hatte und mit einem Erfolg im Halbfinale samt Überrundung über Irland weiterging.

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          „Wir mussten uns Schritt für Schritt verbessern. Im Finale hat es am besten geklappt. Das war echt ein Traum“, sagte Brennauer. Italien galt vorab als Gegner auf Augenhöhe und wurde dann mit fast fünf Sekunden besiegt. „Wir genießen jetzt erstmal, was wir erreicht haben“, sagte Brauße. Im Moment des Sieges waren laute Jubelschreie durchs Vélodrome gedrungen.

          Für das Team, das auch in Abwesenheit der verletzten Lisa Klein keine Zweifel an seiner Dominanz zuließ, ist es innerhalb von drei Monaten der dritte große Triumph. In Tokio gab es einen Finalsieg gegen Großbritannien, bei der EM im Schweizer Grenchen waren ebenfalls die Italienerinnen die Widersacher im Finale. „Es sollte uns Aufwind geben, was wir dieses Jahr schon erreicht haben. Wir haben nicht den Druck, unbedingt abliefern zu müssen“, hatte Brennauer vorab gesagt.

          Eindrucksvoller Auftritt

          Das gilt für die 33 Jahre alte Allgäuerin in ganz besonderer Weise. Wo Brennauer 2021 dabei ist, geht es meist sehr erfolgreich aus:  Neben den drei Titeln mit dem Vierer in der Mannschaftsverfolgung und einem EM-Einzeltitel holte sie auch bei der Straßenrad-WM das Regenbogentrikot - dort im Zeitfahr-Mixed. Gemeinsam mit Kröger, die betonte: „Wenn man Olympiasiegerin ist und Europameisterin, hat man auch das Ziel, sich auch noch die Streifen zu ergattern.“ Das gelang nun eindrucksvoll.

          Dass die Goldserie auch am dritten Wettkampftag Bestand hat, dafür könnten Titelverteidigerin Emma Hinze und ihre Mannschaftskollegin Lea Sophie Friedrich am Freitagabend (18:25 Uhr live bei Eurosport) im Sprint sorgen. Die ersten Hürden in Qualifikation, Achtelfinale und Viertelfinale nahm das Duo am Tag nach dem Titel im Teamsprint souverän. Anders erging es Pauline Grabosch, die in ihrem Viertelfinal-Duell mit Kanadas Olympiasiegerin Kelsey Mitchell in beiden Durchgängen unterlag.

          Die Männer blieben nach dem Bronze-Coup am Vortag diesmal medaillenlos. Stefan Bötticher verpasste im Keirin den Sprung ins Finale der besten Sechs und musste sich nach dem kleinen Finale am Abend mit dem siebten Gesamtrang begnügen. Im Scratch-Rennen war Tim Torn Teutenberg beim Sieg von Lokalmatador Donavan Grondin chancenlos. Der Bahnrad-Vierer der Männer war schon in der Qualifikation ausgeschieden. Den Endlauf entschied Italien mit Straßenrad-Profi Filippo Ganna gegen Frankreich für sich.

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