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Bahnrad-WM : Weltes Gold, Levys Sturz

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Miriam Welte aus Kaiserslautern Bild: Reuters

Nach ihrem Sieg im Teamsprint gewinnt Radrennfahrerin Miriam Welte bei der WM auch das 500-Meter-Zeitfahren. Ein Glückwunsch kommt von einem Fußball-Weltmeister von 1954. Maximilian Levy indes stürzt schwer.

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          Zu den vielen Gratulanten von Miriam Welte gehörte auch Horst Eckel. Der Fußball-Weltmeister von 1954 aus Kaiserslautern schickte eine Twitter-Nachricht. Am 17. März kann Eckel auch persönlich seine Glückwünsche überbringen, wenn Welte auf dem Betzenberg am Rand des Zweitliga-Spitzenspiels gegen den 1. FC Köln empfangen und für ihren inzwischen zweiten Titel bei der Bahn-WM von Cali geehrt wird.

          Nach dem Teamsprint-Erfolg mit der Erfurterin Kristina Vogel sicherte sich Welte am Donnerstag (Ortszeit) auch den Sieg im 500-Meter-Zeitfahren. Unglücklich endeten die Titelkämpfe dagegen für Maximilian Levy, der im Keirin-Finale stürzte und sich einen Schlüsselbeinbruch zuzog.

          „Doppel-Weltmeisterin - das hört sich gut an“, sagte Welte, die seit einigen Wochen Mitglied der Triathlon-Abteilung des 1. FC Kaiserslautern ist und sich von ihrem Wechsel eine größere Bekanntheit erhofft. In 33,451 Sekunden setzte sich die Pfälzerin vor der zehnfachen Weltmeisterin und Weltrekordlerin Anna Meares (Australien/33,548) und Anastasia Woinowa (Russland/33,789) durch.

          Nach Bronze und zweimal Silber gelang Welte damit der ersehnte erste Einzeltitelgewinn. „Es hat sich ein Traum für mich erfüllt. Ich wollte unbedingt gewinnen. Ich bin so froh, dass es geklappt hat“, freute sich Welte und nahm locker und gelöst die Glückwünsche der geschlagenen Konkurrenz entgegen. „Der Lauf hat gezeigt, was möglich ist, wenn sie mit Selbstvertrauen an den Start geht. Das war ganz stark“, lobte Bundestrainer Detlef Uibel. Die Doppelweltmeisterin startet auch noch im Sprint, gilt da aber als Außenseiterin.

          Für Levy endete die WM unterdessen äußerst schmerzhaft. Der Keirin-Weltmeister von 2009 und Dauer-Zweite der vergangenen Jahre stürzte im Kampfsprint-Finale in der vorletzten Kurve. Mannschaftsarzt Stefan Steiner diagnostizierte bereits auf der Bahn einen Bruch des rechten Schlüsselbeins. Noch in der Nacht sollte Levy in Cali operiert werden, anschließend die rasche Heimreise organisiert werden. Im Trubel um die Verletzung ging der gute vierte Platz des Chemnitzers Joachim Eilers ein bisschen unter. Weltmeister wurde der Franzose Francois Pervis.

          Ein WM-Start im 1000 Meter-Zeitfahren war für Levy ohnehin nicht vorgesehen. Im Scratch der Männer setzte der Berliner Maximilian Beyer mit Platz sechs beim Sieg des Russen Ivan Kovalev ein Achtungszeichen. In der Mannschaftsverfolgung der Frauen, die erstmals mit vier Frauen ausgetragen wurde, fuhren Stephanie Pohl (Cottbus), Mieke Kröger (Bielefeld), Lisa Küllmer (Reinheim) und Gudrun Stock (München) in 4:43,279 Minuten auf Platz acht. Weltmeister wurde erwartungsgemäß Großbritannien.

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