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Bahnrad-WM in Paris : Deutsche Radfahrer sammeln Medaillen

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Gold im Scratch-Rennen: Lucas Liß jubelt über seinen großen Erfolg in Paris. Bild: dpa

Lucas Liß holt das zweite deutsche Gold, Miriam Welte immerhin Bronze - allerdings in nicht-olympischen Disziplinen. Auch ohne Edelmetall sorgt der Bahnvierer für das beste Ergebnis seit Jahren.

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          Der deutsche Bahnvierer der Männer hat mit Platz vier in Paris für das beste WM-Ergebnis seit 2002 gesorgt. Henning Bommel, Theo Reinhardt (beide Berlin), Kersten Thiele (Sinsheim) und Domenic Weinstein (Villingen) unterlagen am Donnerstag im kleinen Finale Titelverteidiger Australien, der das deutsche Quartett einholte. In der Zwischenrunde stellte das Quartett des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) in 3:57,116 Minuten einen deutschen Rekord auf. Gold ging an Neuseeland, das im Finale das britische Team bezwang.

          „Das gesteckte Ziel haben wir erreicht, sogar überfüllt“, sagte BDR-Sportdirektor Patrick Moster. Im internen Fahrplan war Rang fünf die Vorgabe. „Wir sehen uns in unserer Arbeit bestätigt. Es war auch wichtig, nach so vielen Jahren mal wieder ein Finale zu fahren. Der Weg ist aber noch nicht zu Ende“, so Moster weiter.

          Für strahlende Gesichter und die zweite Goldmedaille nach dem Sieg im Punktefahren zum Auftakt sorgte Lucas Liß aus Unna im nicht olympischen Scratch. Der 22-Jährige setzte sich vor Alberto Torres aus Spanien und Bobby Lea aus den Vereinigten Staaten durch. „Es war sehr schwer die letzten Wochen. Ich widme die Medaille meinem Papa“, sagte Liß. Lucjan Liß, der 1972 bei den Olympischen Spielen Silber für Polen gewonnen hatte, war Ende Januar überraschend gestorben.

          Miriam Welte aus Kaiserslautern belegte im nicht-olympischen 500-Meter-Zeitfahren den dritten Platz. Die Titelverteidigerin musste sich in 33,699 Sekunden Anastasia Voinova aus Russland (33,149) und Anna Meares aus Australien (33,425) geschlagen geben. „Mehr war nicht drin. Ich bin mit der Zeit und Plazierung aber echt zufrieden“, sagte Welte.

          Ein Jahr nach seinem schweren WM-Sturz in Cali zeigte Maximilian Levy aus Cottbus ein starkes Keirin-Turnier und wurde Vierter. Weltmeister wurde abermals Francois Pervis aus Frankreich. In der Mannschaftsverfolgung der Frauen belegten Mieke Kröger (Bielefeld), Gudrun Stock (Erfurt), Stephanie Pohl (Cottbus) und Charlotte Becker (Berlin) den siebten Platz. Weltmeister wurde Australien mit Weltrekord (4:13,683).

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