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Bahnrad-Weltcup : Zwei Weltrekorde an einem Tag

  • Aktualisiert am

Miriam Welte (l.) und Kristina Vogel: „Was für ein Tag, geiler geht’s kaum“ Bild: AFP

In der Höhenluft von Aguascalientes purzeln beim Bahn-Weltcup die Rekorde. Miriam Welte und Kristina Vogel fahren im Teamsprint ebenso Weltrekord wie das deutsche Männer-Trio.

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          Die deutschen Teamsprinter geben weiter den Ton in der Welt an. Nach WM- und EM-Gold in diesem Jahr ist jetzt auch der Weltrekord wieder im Besitz der schnellen Männer um Bundestrainer Detlef Uibel. René Enders (Erfurt), Robert Förstemann (Gera) und Joachim Eilers (Chemnitz) verbesserten im Vorlauf von Aguascalientes die Bestmarke der Briten von den Olympischen Spielen in London. Auch die Teamsprint-Olympiasiegrinnen Miriam Welte und Kristina Vogel (Otterbach/Erfurt) holten sich den Weltrekord zurück.

          Knapp 1900 Meter über dem Meeresspiegel steigerte das Männer-Trio in Mexiko den Weltrekord um 0,729 auf 41,871 Sekunden. Im Finale setzte sich das Trio in 42,117 Sekunden gegen den Olympiasieger (43,325) klar durch. „Das ist sicherlich ein Rekord, der eine Weile Bestand haben wird“, sagte Bundestrainer Uibel, der besonders Neuling Joachim Enders lobte.

          „Was für ein Tag, geiler geht’s kaum“

          Die Goldmedaillen-Gewinnerinnen und Weltmeisterinnen Welte/Vogel steigerten die Marke der Chinesinnen (32,422) auf 32,153 Sekunden. Im Finale (32,212) behielt das Duo ebenfalls gegen Großbritannien (32,602) die Oberhand. „Was für ein Tag, geiler geht’s kaum“, twitterte Vogel hinterher.

          Der deutsche Bahnvierer verpasste zwar einen neuen Weltrekord, verbesserte aber nach 13 Jahren den deutschen Rekord in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung. Henning Bommel, Theo Reinhardt (beide Berlin), Nils Schomber (Neuss) und Kersten Thiele (Sinsheim) steigerten die Bestmarke auf 3:59,144 Minuten wurden aber lediglich Fünfter. Zuletzt war ein deutscher Vierer im Finale der Olympischen Spiele von Sydney unter 4:00 Minuten geblieben. Die 3:59,781 Minuten von Robert Bartko & Co. waren damals Weltrekord.

          In der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung der Frauen verbesserte Sieger Großbritannien den Weltrekord auf 4:16,552 Minuten. Deutschland belegte mit einer neu formierten Nachwuchsmannschaft in 4:36,819 Minuten Platz zwölf. Im nicht mehr olympischen Punktefahren der Frauen siegte Stephanie Pohl aus Cottbus.

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