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Bahnrad-EM : „Diese Medaille gehört Kristina – wir sind hier für sie gefahren“

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Miriam Welte (l.) und Emma Hinze: Auch mit neuer Partnerin klappte es für die Olympiasiegerin. Bild: Reuters

Dreimal Bronze für das deutsche Bahnradteam bei der EM in Glasgow: Zunächst holten die Verfolger-Frauen die Medaille – und dann auch die beiden Teamsprinter. Darunter Miriam Welte, die wegen der schweren Verletzung von Kristina Vogel mit neuer Partnerin antrat.

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          Das Teamsprint-Duo mit Miriam Welte und Emma Hinze hat sich bei den Bahnrad-Europameisterschaften in Glasgow die Bronzemedaille gesichert. Das nach dem schweren Unfall von Rekord-Weltmeisterin Kristina Vogel neu formierte Team besiegte im kleinen Finale das Duo aus den Niederlanden. „Diese Medaille gehört Kristina – wir sind hier für sie gefahren“, sagte Welte, auf deren Pedalriemen #staystrongkristina stand.

          „Respekt, was Welte und Hinze hier angesichts der wirklich tragischen Ereignisse geleistet haben, kann man nicht hoch genug bewerten“, urteilte Bundestrainer Detlef Uibel. Doppel-Olympiasiegerin Vogel liegt nach ihrem Unfall am 26. Juni in Cottbus mit einer schweren Rücken-Verletzung noch immer in einem Berliner Krankenhaus. Welte hatte daher eine „emotionale Achterbahnfahrt“ erwartet, da sie erstmals ohne ihre langjährige Sieggefährtin aus Erfurt an den Start gehen musste. „Es tut sehr weh, dass sie nicht hier ist“, sagte die Olympiasiegerin aus Kaiserslautern. Zusammen holten Welte und Vogel Olympia-Gold (2012) und -Bronze (2016) und wurden viermal Weltmeisterinnen – zuletzt in diesem Jahr im niederländischen Apeldoorn. Den Titel bei diesen Europameisterschaften sicherte sich das Team aus Russland.

          Auch der deutsche Frauen-Vierer hat mit Bronze in der 4000-Meter-Mannschaftsverfolgung eine Medaille für die deutschen Bahn-Radsportler bei den Europameisterschaften in Glasgow erkämpft. Charlotte Becker, Lisa Brennauer, Mieke Kröger und Gudrun Strock
          bezwangen im Rennen um Platz drei in deutscher Rekordzeit von 4:23,105 Minuten das Quartett Polens. Im Viertelfinale waren sie in 4:23,754 Minuten auch schon Rekord gefahren.

          Deutschlands Frauen-Vierer in der Verfolgung: Charlotte Becker, Gudrun Stock, Mieke Kroeger und Lisa Brennauer
          Deutschlands Frauen-Vierer in der Verfolgung: Charlotte Becker, Gudrun Stock, Mieke Kroeger und Lisa Brennauer : Bild: Reuters

          Zuletzt hatte es für die Verfolger-Frauen 2011 mit Silber eine EM-Medaille gegeben, damals waren aber nur drei Damen über 3000 Meter dabei. Becker und Brennauer gehörten schon damals im niederländischen Apeldoorn zum Team.

          Auch die deutschen Männer hatten sich in der Besetzung mit Theo Reinhardt, Leon Rohde, Nils Schober und Domenic Weinstein bis ins Rennen um Bronze vorgekämpft, verloren aber in 4:00,007 Minuten gegen die favorisierten Briten (3:57,463) das Duell und wurden wie im Vorjahr in Berlin Vierte. Europameister wurde die Schweiz. Eine weitere Bronzemedaille holten dagegen die Teamsprinter. Im Kampf um den dritten Platz besiegte das Trio des Bundes Deutscher Radfahrer mit Stefan Bötticher, Joachim Eilers (beide Chemnitz) und Timo Bichler (Burghausen) die Mannschaft aus Polen. Gold holten sich die Niederlande.

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