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Bahnrad-WM in Roubaix : Goldene Räder gestohlen

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Wo sind sie hin? Italien sucht seine goldenen Rennräder. Bild: EPA

Sie glänzen so schön – doch jetzt sind sie weg. Italiens Bahnrad-Team vermisst seine speziell angefertigten Rennräder. Bei der Suche nach den Gefährten richtet sich der Ausstatter auch an die Fans.

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          Heikler Diebstahl in Nordfrankreich: Der italienischen Bahnrad-Nationalmannschaft sind in der Nacht zum Samstag am Rande der WM in Roubaix ein Großteil ihrer goldenen Rennräder gestohlen worden. Das berichtet der Ausrüster am Samstag auf Instagram. „Wir sind geschockt zu hören, dass die meisten Räder gestohlen wurden“, heißt es.

          Die Räder der italienischen Nobelmarke Pinarello sind nach dem Olympiasieg des Bahnvierers in Tokio auffällig in Gold lackiert und mit spezifischen 3-D-gedruckten Lenkern ausgestattet, die für die Sportler sehr wichtig sind. Bei der bis Sonntag laufenden WM führten die Italiener das Nationenranking am Samstagmittag mit insgesamt sieben Medaillen an. Pinarello bittet Fans bei der Aufklärung des Diebstahls um Hilfe.

          Deutsche Frauen dominieren den Sprint

          Titelverteidigerin Lea Sophie Friedrich und Olympiasiegerin Lisa Brennauer haben dem deutschen Bahnrad-Team derweil einen goldenen Samstag beschert. Die 21 Jahre alte Friedrich setzte sich am Samstag im 500-Meter-Zeitfahren durch und sicherte sich ihren zweiten Titel und die insgesamt dritte Medaille, obwohl sie vor den Titelkämpfen in Nordfrankreich noch eine Woche krank im Bett gelegen hatte.

          „Eigentlich wollte ich die 500 Meter gar nicht fahren. Das darf man eigentlich gar nicht erzählen. Man konnte mich nicht abmelden. Da hab ich gesagt: Scheiß drauf, Lea, dann verteidige ich einfach meinen Titel“, erzählte Friedrich nach ihrem Sieg vor zwei Russinnen. Am Abend zuvor hatte sie noch das Sprint-Finale gegen Teamkollegin Emma Hinze verloren. Beide Sportlerinnen haben in den Tagen von Roubaix nun zwei Goldmedaillen geholt und am Sonntag im Keirin die Chance auf einen dritten Titelcoup. Dann hätten die deutschen Frauen alle WM-Titel im Sprintbereich erfolgreich verteidigt.

          Ebenfalls herausragend fuhr Brennauer, die bereits in der Quali am Nachmittag einen deutschen Rekord schaffte. Im deutschen Finale setzte sie sich am Abend souverän und mit einem Vorsprung von mehr als vier Sekunden gegen Teamgefährtin Franziska Brauße durch. Mieke Kröger komplettierte mit ihrem deutlichen Sieg im kleinen Finale einen deutschen Dreifacherfolg.

          Nach vier von fünf Tagen hat der Bund Deutscher Radfahrer (BDR) fünf WM-Titel und insgesamt zehn Medaillen gewonnen. Beides übertrifft die Bilanz von der Heim-WM in Berlin aus dem Vorjahr, als es angeführt von Dreifach-Weltmeisterin Hinze vier Titel und insgesamt acht Medaillen gab.

          Die deutschen Männer haben dazu bislang zwei Bronzemedaillen beigetragen – Joachim Eilers im 1000-Meter-Zeitfahren sowie das Teamsprint-Quartett, ebenfalls um Eilers. Heftig erwischte es am Samstag Tim Torn Teutenberg, der im Auftaktwettbewerb des Omniums stürzte und sich einen Schlüsselbeinbruch zuzog. Für Teutenberg ist es die erste Bahn-WM, er hatte zum Auftakt im Scratch-Rennen mit einem siebten Platz überzeugt. Am Sonntag (ab 14.30 Uhr/Eurosport) stehen zum Abschluss fünf Entscheidungen an.

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