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Hochspringen : Schöne Pause für Ariane Friedrich

  • -Aktualisiert am

Ariane Friedrich und Andre Lange Bild: dpa

Die anstehende EM-Saison wird Hochspringerin Ariane Friedrich verpassen. Der Grund für die Abstinenz der 30 Jahre alten Polizeikommissarin ist allerdings ein erfreulicher.

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          Die deutsche Hochsprung-Rekordhalterin Ariane Friedrich von der LG Eintracht Frankfurt wird die anstehende EM-Saison der Leichtathleten verpassen - die 30 Jahre alte Polizeikommissarin ist schwanger. „André und ich freuen uns sehr, bekanntgeben zu können, dass wir Anfang Oktober zusammen Eltern werden“, schrieb Ariane Friedrich am 1. Mai in einer SMS.

          Vater des Kindes ist der viermalige Olympiasieger André Lange. Mit dem ehemaligen Bobfahrer wohnt sie seit einem Jahr in der Nähe von Erfurt zusammen. Die Schwangerschaft sei jedoch nicht gleichbedeutend mit dem Karriereende, sagt Ariane Friedrich: „In Absprache mit meinen Ärzten und meinem Trainer beginnt nach der Geburt wieder der Trainingsaufbau.“

          Ariane Friedrich war in den vergangenen zehn Jahren die dominierende deutsche Hochspringerin, ihre Bestleistung von 2,06 Metern überquerte sie vor fünf Jahren. Karrierehöhepunkte waren die dritten Plätze bei der WM 2009 in Berlin und bei der EM ein Jahr später. Zudem wurde Ariane Friedrich im Jahr 2009 Hallen-Europameisterin und Siebte der Olympischen Spiele 2008. Ihre internationale Karriere hatte 2003 mit dem Gewinn der U-20-EM begonnen.

          Die zurückliegenden knapp dreieinhalb Jahre hingegen waren geprägt von Verletzungen. Im Dezember 2010 riss Ariane Friedrich die rechte Achillessehne, ihr Comeback im Jahr 2012 führte zu den Olympischen Spielen, mit 1,93 Metern aber nicht ins Finale. Es folgte eine Schulteroperation, im Frühsommer des vergangenen Jahres verletzte sich die lange Zeit prominenteste deutsche Leichtathletin am Knie, verpasste die WM in Moskau und musste abermals operiert werden.

          Rio 2016 perspektivisch im Blick

          „Ich stehe hinter ihr und unterstütze sie“, sagt ihr Trainer und Manager Günter Eisinger, „Ariane hat perspektivisch die Olympischen Spiele 2016 im Blick.“ Eisinger verweist darauf, dass zahlreiche Weltklasse-Hochspringerin auch als Mütter erfolgreich gewesen seien. Etwa die Amerikanerin Chaunté Howard-Lowe (2,05 Meter), die Belgierin Tia Hellebaut (2,05) sowie ihre Nachfolgerin als Olympiasiegerin, die Russin Anna Tschitscherowa (2,07). Auch bei der LG Eintracht Frankfurt gab es schon eine Hochspringerinnen, die als Mutter ihre persönliche Bestleistung verbesserte: Adriana Maximiuc (1,92).

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