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Avalon Aardoom : Das traurige Mädchen mit dem Herzfehler

  • -Aktualisiert am

„Es ist schwer zu ertragen, dass es das für mich war“: Avalon Aardoom kann nicht mehr auf das Shorttrack-Eis. Bild: Imago

Als Avalon Aardoom klein war, schlug ihr Herz 300 Mal in der Minute und mehr. Trotzdem wollte sie Weltmeisterin im Shorttrack werden. Sie war auf gutem Weg. Doch von einer Sekunde auf die andere sind alle ihre Träume zerstört.

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          Avalon Aardoom war in Frankreich, irgendwo in den Pyrenäen. Auf dem Weg zu einem dieser gottverdammten Gipfel, als ihr Körper ihrer Karriere als Eisschnellläuferin ein Ende setzte. Es war Sommer, Juni, vor einigen Tagen war Avalon mit den anderen Shorttrackerinnen der niederländischen Nationalmannschaft nach Frankreich gereist. Es sollte ein gewöhnliches Trainingslager werden – und ein gewöhnliches Trainingslager bedeutete für Shorttracker im Sommer vor allem eines: Fahrradfahren, bis fast die Oberschenkel platzten.

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          Schon beim Leistungstest vor dem Trainingslager war Avalon ohnmächtig vom Ergometer gekippt, aber das machte ihr nichts. Im Dezember hatte ein Sturz auf dem Eis ihr Gehirn einmal übel durchgeschüttelt, einige Monate hatte sie aussetzen müssen. Außerdem waren diese Leistungstests brutal, die anderen Shorttrackerinnen mussten sich erbrechen, Avalon fiel eben in Ohnmacht. Damit kannte sie sich hervorragend aus.

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