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Ärger um Rugby-Star : „Tut Buße! Nur Jesus kann euch retten“

  • Aktualisiert am

Dem streng religiösen Rugby-Star Israel Folau droht das Karriereende. Bild: EPA

Rund fünf Monate vor der WM beschäftigt ein Skandal Australiens Rugby. Der streng religiöse Star Israel Folau fällt durch homophobe Botschaften auf. Reue zeigt er nicht. Nun droht ihm eine ganz harte Strafe. Doch das ist ihm ganz egal.

          Dem australischen Rugby-Topstar Israel Folau droht nach seinen homophoben Tiraden das Ende seiner Karriere. Der nationale Rugby-Verband bezeichnete die jüngsten Ausfälle des 30-Jährigen am Montag als „ausreichend, um seinen Vertrag zu beenden“. Folau habe 48 Stunden Zeit für eine Stellungnahme.

          Der streng religiöse Folau, der von seinem Klub New South Wales Waratahs aus der internationalen Super-Rugby-Liga bis zur vollständigen Klärung des Falls nicht mehr eingesetzt wird, hatte zuletzt auf Instagram ein Bild gepostet, auf dem er unter anderem Homosexuellen, Alkoholikern, Dieben und Atheisten drohte: „Die Hölle erwartet euch. Tut Buße! Nur Jesus kann euch retten.“ Schon im vergangenen Jahr war Folau durch eine homophobe Äußerung auf Instagram negativ aufgefallen.

          Folau hatte danach keine Reue gezeigt. Er stehe dazu, „was die Bibel vorgibt“, sagte der 30-Jährige dem „Sydney Morning Herald“: „Ich glaube an einen Gott, der alles kontrolliert. Was auch immer sein Wille ist, ob ich jetzt weiter Rugby spiele oder nicht – ich bin mehr als glücklich, das zu tun, was er für mich vorsieht.“

          Der Verband Rugby Australia hatte nach einer homophoben Botschaft auf Folaus Instagram-Kanal mitgeteilt: „Sollte es keine zwingenden mildernden Faktoren geben, ist es unsere Absicht, seinen Vertrag zu kündigen.“ Ein Treffen des Nationalspielers mit Rugby-Australia-Chefin Raelene Castle hatte keine Bewegung in die Angelegenheit gebracht. Rund fünf Monate vor der WM in Japan wird ein Ausschluss des Stars der Wallabies damit immer wahrscheinlicher.

          Der Verband habe Folau schon vor dem jüngsten Vorfall „wiederholt klar gemacht, dass alle Social-Media-Beiträge oder -Kommentare, die Menschen aufgrund ihrer Sexualität in jeglicher Art respektlos behandeln, zu Disziplinarverfahren führen“, hieß es in dem Statement: „Israel hat zwar ein Recht auf seine religiösen Überzeugungen, aber die Art und Weise, wie er diese Überzeugungen zum Ausdruck gebracht hat, widerspricht den Werten des Sports. Wir möchten klarstellen, dass er mit seinen jüngsten Social-Media-Beiträgen nicht für das Spiel spricht.“

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