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Australian Open : Serena Williams stürmt aus dem Abseits ins Traumfinale

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Unbändige Freude: Serena Williams Bild: dpa

Sie war aus der Weltspitze bis auf Platz 95 abgestürzt, nun ist Serena Williams wieder zurück. Kraftvoll und kampfstark spielte sich die 25 Jahre alte Amerikanerin in das Finale der Australian Open. Dort wartet die neue Nummer eins der Tenniswelt: Maria Scharapowa.

          Serena Williams hat bei den Australian Open in Melbourne ihr famoses Comeback fortgesetzt und ist bis ins Endspiel am Samstag (13.30 Uhr/3.30 MEZ/FAZ.NET-Liveticker) gestürmt. Die 25 Jahre alte Amerikanerin hat damit die Chance auf ihren achten Grand-Slam-Titel - genau zwei Jahre nachdem sie ebenfalls in Melbourne ihren bislang letzten Turniersieg überhaupt feiern konnte. Allerdings hat sie noch eine sehr schwere Aufgabe vor sich: Ihre Endspielgegnerin heißt Maria Scharapowa, die neue Weltranglisten-Erste.

          Williams bezwang im ersten Halbfinale die 17-jährige Tschechin Nicole Vaidisova mit 7:6 (7:5), 6:4. Scharapowa setzte sich wesentlich problemloser 6:4, 6:2 gegen Kim Clijsters aus Belgien durch, die damit ihr letztes Match vor ihrem angekündigten Rücktritt zum Jahresende in Australien spielte und anschließend vom Publikum mit lang anhaltenden Ovationen verabschiedet wurde. „Ich werde auf jeden Fall wiederkommen“, sagte die 23-Jährige, „wahrscheinlich sitze ich dann mit einer Handvoll Kinder auf der Tribüne.“

          Fehlende Spielpraxis, fehlende Fitness, fehlende Einstellung

          Während die ehemalige Weltranglisten-Erste also ihren Abschied feierte, zelebrierte Williams ausgelassen ihre Rückkehr in die Weltspitze. Probleme mit Knieen und Knöcheln hatten sie im letzten Jahr immer wieder zur Inaktivität verdammt, nur vier Turniere konnte sie überhaupt bestreiten. Bis auf Rang 95 zum Jahresende 2006 war sie abgestürzt, als 81. im WTA-Computer ging sie in das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres. Nächsten Montag aber hat sie wieder die Top 20 geknackt, ist Nummer 18 bei einer Niederlage und Nummer 14 bei einem erneuten Triumph.

          Unbändige Freude: Serena Williams Bilderstrecke

          „Ich bin überglücklich, dass ich so weit gekommen bin“, sagte Williams, die mit spitzen Jubelschreien und einem strahlendem Lachen ihren Erfolg feierte. Überrascht aber sei sie nicht, meinte sie mit dem üblichen Selbstvertrauen der Familie: „Ich habe so etwas definitiv erwartet.“ Andere nicht. Fehlende Spielpraxis, fehlende Fitness, fehlende Einstellung nach all den Jahren wurde vermutet. „Ein Ziel in meinem Leben war immer, den Leuten zu beweisen, dass sie unrecht hatten“, erklärte sie: „Das macht mir fast so viel Spaß wie Siege.“

          Scharapowa: „Eine Menge aufzuholen“

          Vor dem ultimativen Erfolg aber steht noch die 19 Jahre alte US-Open-Siegerin Maria Scharapowa. Für das Turnier ist der Angriff der alten Nummer eins auf die neue natürlich ein Traumfinale. Die dramatische Halbfinalniederlage gegen Williams vor zwei Jahren spielt dabei keine Rolle mehr, sagt Scharapowa: „Das war nur eine Niederlage, ich habe auch gegen sie schon gewonnen.“

          Unter anderem im Wimbledon-Endspiel 2004. 2:2 lautet die Bilanz zwischen beiden. „Sie hat schon sieben Grand-Slam-Titel“,meinte die zweifache Grand-Slam-Siegerin: „Da habe ich noch eine Menge aufzuholen.“

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