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Australian Open im Tennis : Kein Auslauf in Melbourne

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Das Leben einer Tennisspielerin findet zwischen exakt ausgewiesene Linien statt. Bild: AP

Profi-Sportler beklagen oft, dass sie zwar in ferne Länder reisen, dort aber nur Sportstätten, Flughäfen und Hotels sehen. Bei den Australian Open wird dies diesmal genau so sein, nur unter verschärften Bedingungen.

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          Die Quarantäneauflagen bei den Australian Open zur Eindämmung des Coronavirus gehören laut der Regierung des Bundesstaates Victoria zu den strengsten der Welt. Das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres in Melbourne startet am 8. Februar, drei Wochen später als üblich. „Wir gehen davon aus, dass jeder einzelne Tennisspieler, der ankommt, potentiell positiv sein könnte“, sagte die örtliche Polizeiministerin Lisa Neville am Dienstag.

          Das Quarantäne- und Sicherheitsprogramm sei auf diese Möglichkeit ausgerichtet, um sicherzustellen, dass das Turnier keine Gefahr für die Region darstelle. „Wir haben die schärfsten und strengsten Regeln für Tennis auf der ganzen Welt eingeführt“, sagte Neville. Spielerinnen und Spieler mit ihren reduzierten Betreuerteams – insgesamt etwa 1200 Personen – sollen von Donnerstag an mit Charterflügen in Melbourne landen und müssen anschließen in einem von drei Hotels in Quarantäne.

          Alle Teilnehmer dürfen ihre Zimmer in dieser Zeit für maximal fünf Stunden am Tag verlassen. Sollten sie die Quarantäne brechen, drohten harte Strafen, warnten die Behörden. Zudem gibt es tägliche Corona-Tests. Fällt ein Test positiv aus, wird die Person in ein anderes, speziell eingerichtetes Hotel verlegt. Die Teilnahme an dem Turnier ist dann so lange verboten, bis es wieder ein negatives Testergebnis gibt.

          Wegen der verschärften Einreisebestimmungen findet die Qualifikation derzeit nicht in Melbourne statt, sondern in Qatar und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Australien ist bislang wegen extrem strikter Maßnahmen vergleichsweise glimpflich durch die Viruskrise gekommen.

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