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Australian Open : Federer: „Habe mich selbst geschockt“

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Federer über Federer: „Das ist unwirklich” Bild: AFP

Titelverteidiger Roger Federer steht als erster Finalist bei den Australian Open fest. Der Tennis-Maestro spielte ein „unwirkliches“ Match gegen den chancenlosen Amerikaner Andy Roddick. „Ich war unschlagbar“, sagte Federer.

          Selbst Thomas Haas dürfte vor dem Fernseher mit offenem Mund gestaunt haben: Mit Tennis aus einer anderen Welt ist Roger Federer in das Finale der Australian Open gestürmt, in das auch der Hamburger erstmals einziehen will. Der Schweizer Titelverteidiger ließ den Amerikaner Andy Roddick am Donnerstag beim 6:4, 6:0, 6:2 wie einen Anfänger aussehen und blieb auch in der Revanche für das vorige US-Open-Finale ohne Satzverlust im laufenden Turnier.

          Haas will gegen den Chilenen Fernando Gonzalez am Freitag (9.45 Uhr) im dritten Anlauf erstmals ein Grand-Slam-Endspiel erreichen. „Das ist eine große Gelegenheit für beide. Tommy ist ein großer Spieler und hat mich hier schon geschlagen. Aber es ist zu ausgeglichen, um einen Tipp zu wagen“, sagte Federer. Haas war ihm im Vorjahr im Achtelfinale knapp unterlegen, doch in dieser Form ist der Nummer eins der zehnte Grand-Slam-Titel von niemandem zu nehmen. Mit dem siebten Grand-Slam-Endspiel in Folge stellte Federer
          zudem den 73 Jahre alten Rekord des Australiers Jack Crawford ein.

          Leckerbissen für Tennis-Genießer

          Gegen Federers Gala verblassten die mäßigen Damen-Halbfinals schnell - Serena Williams und Maria Scharapowa bestreiten das Endspiel. Der 25-Jährige konnte hinterher selbst kaum glauben, was er
          geboten hatte. „Das ist unwirklich, eines meiner besten Matches, ein Höhepunkt. Es war einer jener Tage, wo alles geklappt hat und ich unschlagbar war. Ich habe mich selbst geschockt“, sagte Federer. Die 83 Minuten waren eine Demonstration seines unglaublichen Könnens, ein Leckerbissen für Tennis-Genießer und eine Demütigung für Roddick, der im 14. Pflichtspiel die 13. Niederlage gegen Federer kassierte.

          Federer über Federer: „Das ist unwirklich” Bilderstrecke

          „Ob ich gut schlafe, hängt davon ab, wie viel ich heute Abend trinke“, sagte Roddick, der zumindest seinen Humor nicht verloren hatte. Der einstige Weltranglisten-Erste ärgerte sich über seine Fehler, kündigte aber auch an: „Ich werde mir nicht jeden Tag dafür in den Hintern treten.“ Die Zeitungsberichte über das Match will er jedoch meiden: „Ich werde eine Kaffeetasse darauf stellen.“

          „Andy wird seine Chance bekommen“

          Dabei hatte er nach Matchbällen zuletzt beim Masters-Cup und dem inoffiziellen Sieg vor zwei Wochen beim Einladungsturnier in Kooyong noch verkündet, der Abstand zu Federer habe sich verringert. Federer antwortete auf seine Weise. Er nahm dem Schützling von Tennis-Idol Jimmy Connors in jedem Satz gleich den Aufschlag ab und leistete sich nur zu Beginn beim Rebreak zum 2:2 eine Schwäche.

          Federer machte insgesamt 83 Punkte, davon 45 mit Gewinnschlägen, passierte den verzweifelt ans Netz stürmenden Roddick aus allen möglichen und unmöglichen Lagen und überließ dem 24-Jährigen im
          zweiten Satz nur sechs Punkte. Danach tröstete er Roddick: „Andy wird seine Chancen bekommen.“ In dieser Form wohl eher nicht.

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